Wüstenblume

Die ersten Tage unserer Afrika Tour waren leider gar nicht so, wie wir uns Afrika vorgestellt hatten. Vielleicht haben wir einfach schon zu viel auf unserer Reise gesehen, vielleicht war die Landschaft aber auch wirklich nicht so spektakulär.

Nachdem wir noch einen weiteren Tag in Südafrika verbracht hatten, sind wir über die Grenze nach Namibia gefahren.
Natürlich besichtigten wir auch den Fischriver Canyon, welcher nach dem Grand Canyon der zweit größte Canyon der Welt ist. Da wir jedoch auch schon den Grand Canyon besichtigt haben, war dieser Canyon nun nicht mehr ganz so beeindruckend für uns.

fischriver-canyon

Die ersten Tage sahen immer relativ ähnlich aus. Früh aufstehen, um dann eine lange Strecke mit unserem Truck zurück zu legen. Zwischendurch immer mal wieder ein Fotostopp, aber grundsätzlich doch eher viel fahren, wenig erleben.

Gestern hat sich dann die Einstellung zu diesem Kontinent endlich verändert.

Ganz früh ging es noch in eisiger Kälte, um die acht Grad Celsius, aus dem Schlafsack um bei Sonnenaufgang in der Naukluftwüste auf der Düne 45 den Sonnenaufgang miterleben zu können.

duene-45

Im Anschluss daran fuhren wir noch ein wenig weiter in die Wüste hinein, um uns ein wenig die Beine im Sand zu vertreten und uns einen toten See zwischen den riesigen Dünenlandschaften anzuschauen.

toter-see

Hinter einer kleinen Sanddüne, ein wenig im Schatten des dortigen Baumes versteckte sich eine Oryx Antilope. Uns wurde erzählt, dass wir bis zu 10 Meter an diese herantreten können, ohne dass uns eine Gefahr droht. Ausprobieren wollten wir es jedoch dann auch nicht. Im für uns angemessen Sicherheitsabstand beobachteten wir das Tier beim Grasen in der Wüste und versuchten so viele Aufnahmen wir möglich zu schießen.

oryx-antilope

Am Abend gab es dann noch eine kleine Safari entlang eines Nationalparks. Auf unserem Weg sahen wir mehrere Bergzebras, Oryx Antilopen und Springböcke. Unser Guide zeigte uns außerdem direkt am Anfang unserer Safari eine Wüstenblume. Sie sieht aus wie vertrocknetes Unkraut, als wir jedoch Wasser auf ihre zusammengezogene Blüte tröpfeln ließen, blühte sie auf und streckte ihre Blüten in den Himmel. Faszinierend, dass es auch Pflanzen gibt, die in dieser Umgebung leben können. Außerdem wurden uns Pfärten im Sand erklärt und am Tag verborgene kleinere Tiere gezeigt. So wurde für uns zum Beispiel ein Skorpion aufgeschreckt und Spinnen ausgegraben.

Nach dem Sonnenuntergang sind wir zurück zu unserem Camp gefahren, obwohl wir gerne noch ein wenig in der Wüste geblieben wären, um den wilden Tieren zuzuschauen.

strausse-am-wegesrand

Im Camp wartete direkt das nächste Highlight auf uns.

Wenn wir uns ganz still verhielten, kamen die Zebras und Antilopen zum Brunnen des Camps, um dort Trinken zu finden. So hatten wir die Möglichkeit bei einem kühlen Bier von der dortigen Bar den Tieren bei ihrem Kampf um die Wasserstelle zuzusehen. Wenn wir nicht so müde gewesen wären, hätten wir dort die ganze Nacht verbringen können.

bergzebra

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