Weltgrößte Salzwüste

In Uyuni angekommen, hatten wir ein riesen Glück mit unserem Hostel.
Der Host war unglaublich nett und hilfsbereit. Durch ihn haben wir sogar noch etwas für unsere Uyuni Tour gespart.

Am nächsten Tag ging es dann bereits zur Salar de Uyuni, zum Glück erst nachdem ausschlafen und einem ausgiebigen Frühstück.

Unser Guide konnte zwar nur Spanisch, allerdings hatten wir wieder Glück, dass in unserer sechsköpfigen Gruppe zwei deutschsprachige Schweizer waren, die zudem noch sehr gutes Spanisch sprachen und unsere Dolmetscher wurden.

Als ersten Stopp auf unserer Tour war ein Eisenbahnfriedhof geplant.
Dort standen mehrere alte verrottete Züge und Loks herum. Da wir aber nun endlich auf dem Weg zur Salar de Uyuni waren, konnte ich die „Schönheit“ dieses Ortes nicht so richtig wahrnehmen.

Nach einem weiteren Stopp in einem kleinen Städtchen, kamen wir endlich in der Salar de Uyuni an.
Einfach nur beeindruckend! Mit mehr als 10.000 Quadratkilometern ist die Salar de Uyuni die größte Salzpfanne der Erde. Zum Vergleich: Die Salar ist viermal größer als das Saarland.

Wir fuhren hier einige Zeit über die Salzpfanne, um verschiedenste Orte zu sehen.

Zwischen durch gab es natürlich immer wieder Fotostopps.

Witzige Bilder am Salar de Uyuni

Ein Etappenziel für den ersten Tag war die Insel Incahuasi mit ihren riesigen Kakteen. Zusätzlich hatten wir von dieser Insel einen tollen Blick über die Salar.

Isla Incahuasi

Im Anschluss sind wir zu unserer ersten Unterkunft gefahren.
Sie wurde wohl nicht komplett aus Salz erbaut, aber die meisten Dinge waren doch aus dem weißen Gold.

Am nächsten Tag besichtigten wir zuerst Lagunen, in denen Flamingos ihr zu Hause gefunden haben im Reserva National de Fauna Andina Eduardo Abaroa. Diese Lagunen liegen im südbolivischen Hochland auf der Grenze zu Chile auf zirka 4000 m.
Gleich vier Seen hintereinander. Diese waren alle so ähnlich und doch wieder so unterschiedlich, dass es schwer fällt zu sagen, welcher davon der schönste war.

Laguna Hedionda

Im Anschluss ging es zur Laguna de Colorada. Bakterien und Minerale sorgen dafür, dass der See eine rötliche Färbung bekommt. Zusätzlich spiegelten sich die Berge im Hintergrund im Wasser und vereinzelt konnten wir noch Flamingos erkennen.

Laguna Colorada

An diesem Tag jagte ein Highlight das nächste und das, obwohl wir bereits vor unserer ersten Übernachtung den Salar verlassen hatten.
Die Landschaft ist hier so abwechslungsreich und spektakulär, dass wir durchgehend Bilder durch die Fahrzeugscheibe schießen wollten.

Unsere zweite Unterkunft wurde schon von unserer Reiseagentur als „Basic“ beschrieben.
Als wir dort ankamen, wussten wir warum.

Heizungen gibt es hier eh nicht, aber häufig wenigsten Heizstrahler.
Diese waren allerdings auch in dieser Unterkunft nicht zu finden. Die Qualität der Fenster ist in Südamerika insgesamt nicht die Beste und das Wellblech vom Dach wies schon einige Lücken auf.
Da wir uns auf knapp 4000m befanden und wir hier gerade Winter haben, kletterten die Temperaturen tagsüber schon nicht wirklich hoch, in der Nacht sollten wir bis zu -15 Grad Celsius erreichen. Gut, dass wir im Vorfeld unserer Reise gute Schlafsäcke gekauft hatten. Mit einigen Decken und Skiunterwäsche ließ es sich fast mollig warm schlafen.

Bis zwei Stunden vor Sonnenaufgang unser Wecker klingelte. Es war immer noch bitter kalt und unser Jeep war leider auch nicht beheizt.

Mit den ersten Sonnenstrahlen erreichten wir einen Bergrücken, wo Geysiren Dampf ins Dämmerlicht entließen.
Da hier in dieser Natur alles spektakulär aussieht, hat sich auch der Sonnenaufgang gelohnt und uns mit einem tollen Bild belohnt.

Fumarolas de Sol de Manana im Sonnenaufgang

Im Anschluss fuhren wir zu heißen Quellen, die aus dem Inneren der Erde geheizt werden, um uns dort im 38 Grad Celsius warmen Wasser wieder aufzuwärmen oder besser gesagt wieder auf zu tauen. Es kostete uns jedoch einige Überwindung unsere Kleidung bei Temperaturen um den Gefrierpunkt abzulegen und noch mehr, nach dem Bad in dem heißen Quellen, aus dem Wasser wieder in die Kälte zu steigen.

Die letzten Stationen unserer Tour waren noch die Daliwüste und die Laguna Verde. Beides zwei wunderschöne Orte, die komplett unterschiedlich aber unglaublich beeindruckend sind.

Rocas de Dali

Leider fehlen uns gerade in unserer Sprache die passenden Superlative um diese Drei-Tagestour passend zu beschreiben. Die Szenerie dieser Orte lässt sich in so kurzem Zeitraum kaum verarbeiten, so dass wir am liebsten in Ausrufe des Staunens an jedem neuen Ort verfallen wären.

Für uns war das vielleicht einer der schönsten Orte, aber mit Sicherheit einer der spektakulärsten Orte, die wir bisher besichtigt haben.

2 thoughts on “Weltgrößte Salzwüste”

  1. Hey,
    diese Tour weckt Erinerungen bei mir. Ich habe wohl vor 10 Jahren genau die gleiche gemacht.
    Liebe Grüße
    vom sehr warmen Bodensee
    Mareike

  2. Moin ihr Beiden,
    wir sind sehr beeindruckt von euren Berichten und Bildern und freuen uns auf mehr. Danke, dass wir daran teilhaben können.
    Liebe Grüße aus Old Germany,
    M+G

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