Unter den Dächern der Welt

Wer dachte, dass wir nach dem Thorong La erst einmal die Füße hochgelegt haben und unseren Muskelkater auskurieren konnten, der liegt falsch ;-)

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Direkt am nächsten Morgen ging es weiter auf eine sieben Stunden Etappe entlang der Grenze zum Königreich Mustang und bei ordentlichem Gegenwind und auch der Tag danach sah nicht viel anders aus.
Wir verließen die Grenze nach Mustang, jedoch nicht den „Windkanal“. Es hatte in den letzten Wochen offensichtlich nicht mehr geregnet, wandern in der Staubwolke war angesagt.  An diesem Tag kam hinzu, dass wir durch die Wolken, die an den hohen Bergen hingen, noch nicht einmal eine schöne Aussicht hatten. Geplant war heute Dhaulagiri-Foto-Shooting! Fiel aus wegen Wolken, Schade!
Am Nachmittag bekamen wir dann sogar unsere ersten Regentropfen in Nepal ab. So wirklich nass konnten wir aber davon nicht werden.

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Zwischendurch besichtigten wir auch noch ein paar Tempel und ließen uns vieles über die Kultur und Feiertage erklären. Aber im Große und Ganzen bestanden die letzten Tage darin, ein paar Kilometer mehr zurück zu legen, um nun in den nächsten Tagen unsere ersten Basislager von ganz hohen Bergen besichtigen zu können.

einfach-mal-pause-machen

Trotzdem hatte jeder Tag seinen eigenen Charme.

Gestern kamen wir in Ghorepani an. Dies sollte der Ausgangspunkt einer kleinen Wanderung zum Poon Hill werden. Sonnenaufgang mit zwei Achttausendern: Dhaulagiri und Annapurna! Dazu  Machapuchare, ein unglaublicher und heiliger Berg in Nepal.
Abends wurden wir dann von einem tollen Sonnenuntergang überrascht, den wir von der Dachterrasse unseres Hotels genießen konnten.

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Heute Morgen ging es dann für meinen Vater und mich früh aus den Federn, im Dunkeln rauf auf den Poon Hill, um dort den geschilderten Sonnenaufgang und das Bergglühen mitzuerleben. Leider machten uns hinsichtlich des Bergglühens ein paar Wolken einen Strich durch die Rechnung. Die Aussicht war trotz allem fantastisch, allein das Bergglühen blieb ein wenig aus.

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Alex entschied sich am Morgen dafür, nicht mit uns um 4:30 Uhr aufzustehen, sondern noch ein bisschen zu ruhen und sich das Spektakel von der Dachterrasse anzusehen. Eigentlich auch keine schlechte Idee, aber wir konnten ja auch vorher nicht wissen, dass es an diesem Morgen so viele Wolken gibt, eher ungewöhnlich, Pech gehabt.
Erst im Anschluss daran wartete ein Frühstück auf uns und eine Tasse heiße Schokolande. Wir bestiegen also mal eben vor dem Frühstück einen 3200 m hohen Berg und legten 350 Höhenmeter hinauf und auch wieder hinunter zurück, nur für ein paar schöne Bilder und das Erlebnis die Sonne über den Dächern der Welt aufgehen zu sehen. Irgendwie schon ein bisschen abgedreht…

Im Anschluss folgten weitere sechs Stunden bergauf und bergab.

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