Über Stock und Stein

Die letzten Tage standen ganz im Zeichen von Bewegung.
Unser Weg führte uns nach Queenstown oder in den Worten meiner Schwester, ins Kitzbühl Neuseelands.
Dementsprechend schön fanden wir das Städtchen auch. Also versuchten wir so gut es ging dem Treiben aus dem Weg zu gehen.
Unser erster Wanderweg sollte uns auf den Gipfel des Ben Lomond leiten, da sich der Gipfel morgens jedoch noch in Wolken hüllte, beschlossen wir erst einmal nur bis zur Gondelbergstation aufzusteigen und dann weiter zu schauen.
Da wir dort oben natürlich auch nicht für uns waren, wanderten wir weiter wenigstens bis zum Sattel des Berges, weg von den Menschenmassen. Die Aussicht vom Sattel war dann auch schon sehr lohnenswert, doch pünktlich als unsere Entscheidung anstand, ob wir ganz aufsteigen sollten oder nicht, gaben die Wolken den Gipfel frei.
Somit ging es auch noch die letzte Stunde bergauf.

gipfelfoto
Unglaublich wie viel Kondition wir in den letzten zwei Wochen seit Nepal verloren hatten. Ich war ziemlich froh, als wir endlich oben waren.
Doch die Strapazen hatten sich gelohnt. Wir konnten unsere Pause oben bei herrlichster Aussicht genießen.

aussicht-vom-ben-lomond
Unser erster sonniger Tag ganz ohne Regen blieb dann aber nicht ganz folgenlos.
Da es morgens beim Losgehen noch bedeckt war, dachten wir nicht daran die Sonnencreme mitzunehmen. Abends beim Blick in den Spiegel schaute mich dann ein kleines Streichholz an. Mein Kopf und Nackenbereich hatte vielleicht doch ein wenig zu viel Sonne abbekommen ;-)
Von Queenstown fuhren wir am nächsten Tag weiter nach Wanaka, was die letzten drei Nächte unser Zuhause war.
Von dort erwanderten wir den Mt. Iron, den Rob Roy Gletscher und das Hooker Valley, um einen Blick auf den Mount Cook (Neuseelands höchster Berg und Trainingsberg von Sir Edmund Hillary) zu erhaschen.

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Da wir nun endlich wieder Glück mit dem Wetter hatten, gaben die Wolken auch am Aussichtspunkt im Hooker Valley den Gipfel des höchsten Berges frei.
Alles drei waren relativ einfache oder moderate Wanderungen, sodass der Weg nicht unbedingt im Vordergrund stand, wir jedoch am Ende immer mit einer tollen Aussicht belohnt wurden.

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Zusätzlich habe ich es nach einem knappen halben Jahr Abstinenz endlich einmal wieder ins Schwimmbad geschafft. Verlernt habe ich das Schwimmen zum Glück noch nicht ganz…

Bevor wir uns auf den Weg machten, den Fox Gletscher und Franz Josef Gletscher zu besichtigen, statteten wir der Puzzling World in Wanaka noch einen Besuch ab.
Ein Museum für jede Altersstufe das ausschließlich aus Illusionen besteht und einen zum Stauen bringt.
Wir haben uns gleich drei Stunden dort aufgehalten und hätten unseren Aufenthalt problemlos durch einen dortigen Spieleverleih verlängern können.

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Unsere weihnachtlichen Gefühle werden hier in dieser Umgebung, ohne Weihnachtsmärkte und winterlichen Temperaturen eigentlich noch nicht ganz befriedigt. Allerdings hat uns eine ganz liebe Freundin von uns einen äußerst persönlichen Adventskalender geschenkt. Adventskalender suchten wir in den Supermärkten nämlich vergebens, genau wie Lebkuchen, Spekulatius oder Dominosteine. Da sie uns natürlich nicht mal eben einen Adventskalender zuschicken konnte, bekommen wir nun jeden Tag eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Großartige Idee. Danke!

In Verbindung mit unserem Adventskranz to go, fast schon ein bisschen richtig wie Weihnachten.

adventskranz-to-go

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