Trockene Fälle

Gestern ging es dann aus Richtung Chobe Nationalpark kommend zu den Victoria Fällen.
Da der Grenzübertritt nach Zimbabwe nicht ganz einfach sein sollte und es nicht unüblich wäre dort auch mehrere Stunden auf sein Visum zu warten, starteten wir ein weiteres Mal ganz früh morgens, um unter den Ersten an der Grenze zu sein. Es hat dann doch alles viel schneller und leichter funktioniert, als wir es erwartet hatten. Bereits nach knapp einer Stunde hatten alle aus unserer Gruppe ihr Visum und wir konnten weiterfahren.

Als wir uns im Vorfeld mit den Victoriafällen beschäftigt hatten und uns Bilder auf Google angeschaut hatten, fielen uns immer wieder die Bilder auf, wo Leute ganz nah an der Abbruchkante der Fälle im Wasser sitzen und sich fotografieren lassen. Dieses Baden in dem „Devils Pool“ war ursprünglich auch einmal ein Ziel von uns.
Als wir dann aber erfuhren, dass dies nur auf der sambischen Seite möglich sei und wir damit ein weiteres Visum für Sambia benötigen inklusive Rückkehr nach Simbabwe erschien uns das schon ein wenig aufwendig und teuer. Dann bekamen wir die Information, dass der Spaß an sich ohne Transporte und Parkeintritte mindestens $100 pro Person kostet (Fotos, die man separat kaufen muss nicht eingerechnet).
Hiernach stand für uns fest, dass es uns ausreicht die Fälle von der simbabwischen Seite aus zu besichtigen.

So nahmen wir uns gestern ganz viel Zeit, die Fälle so ausgiebig wie möglich zu erkunden.

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An den Fällen gibt es einen Wanderweg, der zirka 1,5 Kilometer lang ist und an der Kante entlang führt.
Da wir jedoch mitten in Afrikas Trockenzeit sind, haben die Fälle ziemlich wenig Wasser (an manchen Stellen gar kein Wasser mehr), sodass sie leider nicht so beeindruckend waren, wie wir sie uns vorgestellt haben.

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Im Anschluss sind wir noch mit einem befreundeten Pärchen über einen Handwerkermarkt gelaufen, um ein bisschen zu stöbern.

Christina und ich hatten gefallen an zwei großen Holzschalen gefunden. Da es auf diesen Märkten keine festen Preise gibt, ging es nun also an unser Verhandlungsgeschick.

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Von einem vorherigen Stand wussten wir, dass das Anfangsgebot des Händlers pro Schale bei ungefähr $45 liegen wird, dass Endgebot bei vermutlich $15.

Wir begannen unsere Verhandlungen also bei $15 für zwei Schalen. Da unser Händler jedoch insgesamt nicht weiter als $30 herunter gehen wollte, bedankten wir uns und setzen unseren Einkaufsbummel ohne Schalen fort. Ein paar Stände weiter rief uns der Händler dann noch hinterher, dass wir sie für $28 haben könnten. Ohne wirklich darauf zu reagieren setzten wir unseren Weg weiter fort und schon außerhalb des Marktes lief er uns ein weiteres Mal hinter und bot uns die Schalen für $25 an. Wir versuchten den Preis noch auf $22 zu drücken. Da er jedoch nicht weiter als $23 herunter gehen wollte, verabschiedeten wir uns und gingen in einen anderen Markt. Unser Verkäufer ging zurück zu seinem Stand.
Nachdem wir uns den anderen Markt gemütlich angeschaut hatten und diesen wieder verließen, kam unser Verkäufer von der entgegengesetzten Richtung seines Stands auf uns zu (es sah so aus, als ob er uns gesucht hätte) und bot uns die Schalen ein weiteres Mal für $23 an. Diesmal schlugen wir ein. Am Ende waren wir glücklich, dass wir ein so gutes Geschäft gemacht hatten und schöne Schalen erstanden haben. Bei dem Verkäufer hatten wir das Gefühl, dass er nicht so ganz mit sich und seinem Geschäft zufrieden war.

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Nun haben wir heute mal wieder ein wenig Freizeit, um uns die Gegend um die Victoriafälle herum ein wenig besser anzusehen. Morgen geht es dann weiter in Richtung Johannesburg.

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