Tal des Todes

In San Francisco haben wir nicht viel unternommen.
Nach der Landung, ging es direkt ins Hotel und am nächsten Morgen stand ausschließlich die Golden Gate Bridge auf unserem Programm.
Da es für uns gar nicht so einfach war, den richtigen Weg zur Brücke zu finden, hatten wir noch eine kleine ungewollte Stadtrundfahrt ;-)

Dann endlich fuhren wir mit unserem Leihwagen über die Golden Gate Bridge. Wir machten an jedem erdenklichen Punkt halt, um ein schönes Foto von der Brücke mit der Stadt im Hintergrund zu bekommen.
Ganz schön schwieriges Unterfangen. Am Ende hat es vermutlich nicht ganz so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt hatten, aber wir sind mit unserer Fotoausbeute trotzdem sehr zufrieden.

Golden Gate Bridge
Anschließend ging es weiter in Richtung Yosemite Nationalpark.
Wir übernachteten in einer kleinen Stadt kurz vor dem Nationalpark und fuhren am Mittwochmorgen hinein.
Als erstes wollten wir das Yosemite Valley erkunden.
Die Masse an Menschen und Fahrzeugen schreckte uns ein wenig ab, aber der Nationalpark an sich, ist definitiv sein Geld wert.
Hätten wir nicht noch die Canyons und Las Vegas für unsere Reise geplant und wir unsere Kletterausrüstung dabei, dann hätten wir auch einfach da bleiben können.
Dort schlägt das Kletterer Herz definitiv höher.
Überall wunderschöne Steinformationen und super Struktur. Traumhaft!!
So richtig getestet haben wir das Gestein dann aber leider doch nicht.
Unser Plan war, am Donnertagmorgen ganz früh aufzustehen und den Half Dome zu besteigen.
Das erste Problembei unserem Plan war, dass es einfach keinen Campingplatz mehr im gesamten Valley gab.
Wir haben uns auf die Warteliste schreiben lassen und standen auf Platz 25.
Das zweite Problem, wir hätten uns anmelden müssen, um den Half Dome besteigen zu dürfen. Den Wanderweg hätten wir schon gehen dürfen, aber bis zum Gipfel über einen kleinen Klettersteig sind pro Tag nur eine bestimmte Anzahl von Leuten zugelassen und diese waren die nächsten drei Tage bereits erreicht.

Unser alternativ Plan war, den El Capitan zu besteigen (leider nicht durch die berühmte Wand). In der Touristeninfo sagte man uns, dass der beste Weg vom Yosemite Creek Campingplatz starten würde und dort auch noch Plätze frei seien. Dieser liegt oberhalb der Valleys, so dass wir uns sogar ein paar Höhenmeter sparen konnten.

Am Gipfel des Eagle Peak mit Half Dome im Hintergrund
Auf dem Weg zum Campingplatz hielten wir noch an einem Wald mit Mammutbäumen.
Am nächsten Morgen starteten wir unsere Wanderung zum El Capitan.
Während unserer Wanderung fiel uns auf, dass wir der Frau aus der Touristeninfo besser nicht blind vertraut hätten. Die Wanderung sollte 38 km betragen und zwischendurch natürlich auch ein paar Steigungen beinhalten. Weiterhin hatten wir nicht bedacht, dass wir bei sehr sommerlichen Temperaturen nicht ganz so schnell unterwegs waren.
Also entschied ich, dass die Tour zum El Capitan für eine Tageswanderung zu viel ist.
Alex schlug als Alternative den Eagle Peak vor, welcher etwas schneller zu erreichen war und auch eine fabelhafte Aussicht bot. Wir legten trotzdem noch 32 km zurück und waren am Ende froh unser Auto zu erreichen.
Wir glauben sogar, dass die Sicht von diesem Berg besser ist, als die vom El Capitan.
Aber eigentlich ist es auch egal, ob sie nun besser war oder nicht, wir hatten eine traumhafte Aussicht über das Yosemite Tal und zum Half Dome.

Anschließend ging es über den Tioga Pass hinaus aus dem Nationalpark und schon einmal in Richtung Death Valley, wo wir heute unseren Tag verbrachten.

Ein See kurz vorm Tioga Pass
Wir starteten mal wieder früh morgens, um genügend Zeit im Tal des Todes zu Verfügung zu haben.

Der erste Blick in ein vorgelagertes Tal war schon beeindruckend, aber als wir dann über die letzten Berge ins eigentliche Tal schauen konnten, war es atemberaubend.
Leider nicht so richtig in Worte zu fassen, vielleicht geben es unsere Bilder ein wenig wieder, was wir meinen.
Es ist einfach eine unwirkliche Landschaft, überall Steppe, Steine und Wüste und doch schaffen es immer wieder Pflänzchen aufzublühen und grüne Sprieße hervor zu bringen.

Der Highway im Death Valley
Den ersten Halt machten wir an Sanddünen.
Dort wurden wir von Rangern gewarnt, dass wir besser nicht aussteigen sollten, da es sehr heiß wäre. Dort betrug die Temperatur noch „angenehme“ 42 Grad.

Sanddünen im Death Valley
Einen weiteren Stopp machten wir am tiefsten Punkt der USA.
Dieser liegt 85,5m unter dem Meeresspiegel und ist ein ausgetrockneter Salzsee. Bei 48 Grad fiel uns der kleine Spaziergang vom Parkplatz zum See schon ordentlich schwer.

Der tiefste Punkt der USA
Den Höhepunkt der Temperaturen erreichten wir jedoch um 14:30 Uhr. Auf dem Rückweg vom tiefsten Punkt fuhren wir den Artist Drive, welche immer noch unter dem Meeresspiegel liegt. Dort erreichte das Thermometer 50 Grad.
Es kostete schon einige Überwindung für ein paar Bilder aus dem angenehm, klimatisierten Auto zu steigen und einige Meter zu laufen.

Artist Drive Aussichtspunkt
Die Hitze konnten wir jedoch eigentlich ganz gut ertragen, da die Luft sehr trocken war. Allerdings übt man ja auch in einer Trockensauna keinen Sport aus und es hat sich schon ein wenig wie in einer Freilichtsauna angefühlt…
Für unsere Bilder und die unvergesslichen Aussichten hat sich jedoch jedes Aussteigen gelohnt.

Nun sind wir auf dem Weg nach Las Vegas, wo wir die nächsten vier Nächte verbringen werden.

One thought on “Tal des Todes”

  1. Her ihr beiden. Echt coole Bilder. Wir mussten gestern auch durch unser Tal des Todes ;-) Bei knapp 38Grad War es auf dem Teide Mega heiß. Einige Fotos werden wir euch die Tage von zu Hause mal schicken. Aber wo ich jetzt 50 Grad lese War es bei uns ja kühl. Ich hätte niemals gedacht dass es schon bei 3500 Meter anstrengend sein könnte schon ein paAr HöhenMeter zu laufen. Viele Grüße aus dem Sonnigen Teneriffa
    Martin und sabrina

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