Stars und Sternchen

Die letzte Woche in den USA war nicht mehr ganz so vollgepackt, wie die anderen Wochen, am Ende fehlte uns dann aber trotzdem die Zeit einen neuen Bericht zu schreiben.

So kommt nun also die Zusammenfassung unserer letzten Woche.

Wir verabschiedeten uns vom Mount Rushmore und brachen in Richtung Denver auf.

Als wir unsere Route in Richtung Grand Canyon etwas näher studierten, fiel uns auf, dass sie direkt am Arches Nationalpark und am Monument Valley vorbei führte.
So legten wir also keinen Zwischenstopp in Denver ein, sondern fuhren direkt zum Arches Nationalpark.
Arches Nationalpark
Dort hatten wir uns ein Zeitfenster von einem halben Tag gesetzt. Es ist wohl kein großer Nationalpark, aber wir hätten dort, wenn wir denn genügend Zeit gehabt hätten, auch ein bisschen Zeit mit Wandern verbringen können.
So haben wir uns ein wenig wie asiatische Touristen gefühlt.
Hinfahren, aussteigen, Fotos schießen und weiterfahren…
Gelohnt hat es sich trotzdem…
Beeindruckend was für „Bauwerke“ die Natur schaffen kann…

Am selben Tag fuhren wir noch am Monument Valley vorbei.
Um die „Tafelberge“ vom nahen zu sehen, fehlte uns aber auch hier die Zeit. Es war trotz allem wunderschön in der Abendsonne durch diese Landschaft fahren können.
So kamen wir erst nach der Dämmerung in unserem Hotel an, zwei Stunden vom Grand Canyon entfernt und immer in der Hoffnung, dass das Gewitter am Horizont nicht in unsere Richtung zieht.
Wir hatten Glück, wir kamen trockenen Fußes in unser Zimmer.

Am nächsten Tag, als wir den Grand Canyon besichtigten, wussten wir dann auch, wo das Gewitter am Vorabend hängen geblieben war.
Schon morgens sah es so aus, als ob sich ein Gewitter bilden würde. Gegen 14 Uhr war es dann so weit, dass sich das erste Gewitter direkt über dem Grand Canyon entlud.

Grand Canyon
Leider folgten auf dieses Gewitter weitere und auch an den nächsten zwei Tagen gab es mittags Gewitter über dem Grand Canyon.
So blieb es uns leider vergönnt in den Grand Canyon abzusteigen. Die Tiefblicke vom Rand aus, waren aber auch schon mehr als sehenswert und vom Gewitter auf einer Wanderung erwischt zu werden, ist nicht das schönste Erlebnis…

Am darauffolgenden Tag erkundeten wir das Städtchen Page und sahen uns den Horseshoe Bend an, bevor wir schon einmal in Richtung Los Angeles aufbrachen.

Horseshoe Bend
Auf dem Weg dorthin machten wir noch in der Geisterstadt Calico halt.
Wir haben uns unter einer Geisterstadt ein bisschen was anderes vorgestellt. Wir hätten es eher ein Freilichtmuseum genannt.
Diese Stadt wurde in der Zeit des Silberabbaus gebaut und verlassen, als der Silberpreis in den Keller fiel. Die alten Gebäude und Mienen bestehen auch heute noch, sie wurden nur mit modernen Souvenirshops und Restaurants zu neuem Leben erweckt.
Als kleiner Nachmittagsausflug nach einer langen Autofahrt fanden wir es trotzdem lohnenswert.

Danach kamen wir auch schon in Los Angeles an und trafen dort Freunde, die Alex von einigen Jahren auf einer Australienreise kennengelernt hat.
Wir verbrachten die restlichen Tage bei und mit unseren Freunden in der Nähe von Los Angeles.
Unser erster Ausflug führte uns zum Strand von Stanta Monica.
Naja, was sollen wir sagen, es war halt ein Strand… Allerdings gibt es hier auch noch einen Pier, auf dem ein kleiner Freizeitpark aufgebaut wurde. Neben mehreren Shops gab es auch eine kleine Achterbahn und mehrere Kirmesbuden zu sehen.

Unser zweiter Tag war schon aufregender.
Wir standen früh morgens auf, um vor dem Berufsverkehr in Hollywood anzukommen (so ganz ist es uns nicht gelungen), um dort in Richtung des Hollywoodzeichens zu wandern.
Der zweite Vorteil des frühen Aufstehens war, dass wir so noch ein bisschen im Schatten wandern konnten, bevor uns die Sonne und die Hitze erreichten.

Hollywoodzeichen
Nach unserer Wanderung durfte ein Spaziergang über dem Hollywood Boulevard, besser bekannt als „Walk of Fame“ nicht fehlen.
Eine große Einkaufsstraße mit einem Souvenirladen neben dem Anderen und ganz vielen Leuchtreklamen, sodass wir etwas überfordert waren, wo wir zuerst hinschauen sollten…
Sterne auf dem Boden, Geschäfte, Leuchtreklame, Menschen, die sich als Filmcharaktere verkleidet haben, Musiker oder Artisten auf dem Gehweg…

Walk of Fame
Da wir nach diesem Spaziergang noch ein wenig Zeit in Hollywood zur Verfügung hatten besuchten wir Madame Taussands. Dies ist definitiv immer eine Reise wert.

Am nächsten Tag klingelte der Wecker eine halbe Stunde später, aber immer noch viel zu früh für unseren Geschmack.
Das frühe Aufstehen, hat sich jedoch auch hier gelohnt.
Wir statteten Disneyland einen Besuch ab.
Marianne, die Freundin bei der wir wohnen konnten, hat es über irgendwelche Ecken geschafft an kostenlose Karten zu kommen und sogar nicht nur für Disneyland, sondern auch für den gegenüber liegenden California Adventure Park.

Disneyland in LA
So schafften wir es den ganzen Tag in den beiden Parks zu verbringen.
Das Highlight war abends die Disneyparade mit anschließender Feuerwerkshow.
Zum Weinen schön!!!

Unseren letzten Tag gestern verbrachten wir zur Hälfte in Long Beach, wo wir uns das Schiff die Queen Mary anschauen konnten und dann von Adam abgeholt wurden, um noch eine ganz private Stadtführung in LA zu bekommen.

Im Vorfeld unserer Reise wurde uns abgeraten nach Los Angeles zu reisen, da die Stadt nicht schön sei und nichts zu bieten hätte.
Wir verbrachten nun vier Tage um LA herum und wir haben noch nicht einmal das Gefühl, LA richtig gesehen zu haben, wir hätten uns bestimmt auch hier noch zwei bis drei Tage länger aufhalten können, ohne Langeweile zu bekommen.

Noch eine kleine Randnotiz: Falls das mit der Polizei nichts mehr für mich sein sollte, Marianne hat uns erzählt, dass eine Freundin von ihr in Kalifornien professionelle Meerjungfrau ist, also schmeiße ich dann alles hin und werde Meerjungfrau ;-)

Nun sitzen wir schon im Flieger nach Cusco, um von dort in Richtung Machu Picchu aufzubrechen.

2 thoughts on “Stars und Sternchen”

  1. Hallo Kurzzeit-Cowboys :)

    Urlaubsbedingt bin ich erst jetzt dazu gekommen eure Beiträge aus meinem Lieblingsland zu lesen…
    Es freut mich, dass ihr euch doch noch für weitere sehenswerte Ziele entschieden habt und wie es scheint, könnt ihr nun ein wenig meine Sehnsucht nachvollziehen.

    Wir haben übrigens auf dem gleichen Felsblock wie ihr im Bryce Canyon ein Foto gemacht !!!

    Ich danke euch für die wunderbare Beschreibung eurer Eindrücke, sie ließen wieder Bilder an Landschaften aufkommen, die ich lange nicht mehr gesehen habe.

    Es freut mich sehr, dass ihr eine so tolle Reise habt und bin eine begeisterte, stille Mitleserin eurer Berichte.
    Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und passt gut auf euch auf!

    LG,
    Kerstin

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