Salkantay Trail

Nachdem wir letzte Woche Sonntag in Cusco gelandet waren, verbrachten wir den Tag damit uns wach zu halten und uns irgendwie auf unsere fünftägige Wanderung zum Machu Picchu vorzubereiten.

Wir buchten bereits aus den USA eine Wandertour zum Machu Picchu übers Internet.

Wir entschlossen uns den Salkantay Trail zu wandern, ohne wirklich zu ahnen, auf was wir uns einließen.
Jetzt am Ende sind wir schlauer und hätten vielleicht ein oder zwei Tage mehr in Cusco zur Akklimatisierung einplanen sollen.
Es standen uns fünf Tage bevor, an denen wir immer früh aufstehen mussten. Am zweiten Tag gab es insgesamt 22 km zu wandern, mit 700 Höhenmetern bergauf und  1700 Höhenmetern bergab. Den höchsten Punkt erreichten wir auch an diesem Tag mit 4630 m.
Wir legten an den fünf Tage insgesamt eine Strecke von 78 km zurück.

Am Vorabend bekamen wir ein kurzes Briefing von unserer Reisegesellschaft und dann ging es am nächsten Morgen um 4:30 Uhr los in Richtung Machu Picchu.

Die ersten Stunden wandern waren noch relativ entspannt. Als wir jedoch unser erstes Camp für die Nacht erreichten und es nach dem Mittagessen dann noch mal eben kurz zu einem schönen Gletschersee gehen sollte, merkten wir das erste Mal, dass die Luft auf 4300 m schon dünner war.

Gletschersee

Der Ausblick am See hat unsere Anstrengungen jedoch mehr als belohnt.

In der ersten Nacht im Zelt ging es Alex nicht ganz so gut, sodass nicht nur das frühe Wecken um fünf Uhr mit Kokatee uns fertig machte, auch die Nacht an sich war nicht ganz so erholsam.

An diesem Tag sollte es dann über den Sattel des Salkantay gehen.
Also direkt die anstrengendste Etappe am Anfang.
Nach der ersten Stunde Wanderung begann es auch noch an zu regnen und nach einer weiteren Stunde veränderte sich der Regen in Schnee.
Wir liefen fast den gesamten Tag durch eine dicke Regen- und Schneewolke, sodass wir von dem vermutlich atemberaubenden Andenpanorama gar nichts mitbekommen haben.

Höchster Punkt am Salkantay

In dieser Nacht schliefen wir dann wieder nicht gut, diesmal machte ich die Probleme.
Ich hatte mir mit irgendetwas den Magen verdorben und verbrachten den Großteil der Nacht auf der Toilette. Als wir dann wieder morgens um fünf Uhr mit Tee geweckt wurden, war mir noch nicht ganz klar, wie ich die nächste Wanderetappe hinter mich bringen sollte.
Mein Frühstück bestand aus zwei Tabletten gegen Übelkeit und Durchfall mit Cola. So konnten wir einigermaßen die Wanderung durch eine komplett andere Landschaft als an den Vortagen genießen.
Abends folgte dann das Highlight. Wir besuchten in Santa Teresa die Hot Springs, natürliche heiße Quellen zum Entspannen. In der folgenden Nacht schiefen wir beide gut…

Am nächsten Morgen nachdem wir bis sieben Uhr „ausschlafen“ durften, gingen wir die erste Etappe alleine und trafen unsere Gruppe, welche den Vormittag beim Ziplinen verbrachte, beim Mittagessen wieder. Die letzte Etappe führte dann an den Bahnschienen entlang nach Aguas Calientes, ein kleines Dorf am Fuße des Machu Picchu.

Entlang der Bahnschinen zum Machu Picchu

Da ich einen kleinen Rückschlag erlitt, lag ich bereits um fünf Uhr im Bett, Alex kam um neun Uhr nach, bis um 3:30 Uhr der Wecker klingelte, um sich in die Schlage zum Machu Picchu an zu stellen.

Von Aguas Calientes bis zu einer Brücke die den Weg zum Machu Picchu ebnete, waren es 20 Minuten Fußweg. Dort stellten wir uns in die Schlange, damit wir um fünf Uhr unter den Ersten sein konnten, die über die Brücke gehen durften.

Im Anschluss folgten 1700 Steinstufen hinauf zum Machu Picchu, um sich oben in eine weitere Schlange zu stellen, um die Inkaruinen im Sonnenaufgang mit wenig Menschen fotografieren zu können.

Die Alternative zum Laufen wäre ein Bus gewesen. Um jedoch mit dem ersten Bus pünktlich oben anzukommen, hätten wir noch früher aufstehen müssen.

Die Ruinen sind unglaublich beeindruckend.
Wir hatten das Glück noch eine zweistündige Führung durch die Ruinen mitmachen zu dürfen und im Anschluss so lange, wie wir wollten alles auf eigene Faust zu erkunden.

Machu Picchu

Zwischendurch haben wir uns einfach auf die mit Gras bewachsenen Terrassen gesetzt, die Ruinen und den Trubel der Menschen bestaunt, bevor es dann gegen Mittag über die Stufen wieder zurück ins Tal ging und von dort aus weiter zurück nach Cusco.

2 thoughts on “Salkantay Trail”

  1. Ihr macht ja Sachen! Ich hoffe ihr seid bald wieder top fit, so dass ihr alles Weitere wieder in vollen Zügen genießen könnt. Super schöne Bilder! Habt weiterhin viele schöne Erlebnisse :)

  2. Ich kriege immer ne Gänsehaut,wenn ich eure Berichte lese und die Fotos dazu sehe.Danke dafür und->für die tolle Karte aus ALASKA->was habe ich mich darüber gefreut. Danke für diese tolle Überraschung. :-*
    Passt auf euch auf und genießt die Zeit in vollen Zügen.
    Ganz liebe Grüße aus Specky :-)

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