Regen

Gefühlt ist in den letzten Tagen gar nicht so richtig viel passiert, wir haben aber mit Erschrecken festgestellt, dass schon fast wieder eine Woche seit unserem letzten Bericht vergangen ist, also wollten wir uns mal wieder melden.

Wir sind von den Gletschern nach Greymouth gefahren. Eigentlich haben wir das auch nur als Zwischenstation genommen, um nicht allzu lange an einem Stück im Auto sitzen zu müssen.


Unser Plan war es in den Nordwesten der Insel zu fahren, um von dort mit dem Heaphy Track zu starten.

Also nutzen wir die Tage bis zum Start, um alles Mögliche zu organisieren. Wir brauchten noch von irgendwo her ein bisschen Campinggas, um unsere Essen nicht kalt essen zu müssen und das Essen natürlich auch noch für die Viertageswanderung.

Also ging es von Greymouth nach Nelson, wo wir die letzten Sachen besorgen konnten.


Das Einzige Problem was wir hatten war, wie wir am Ende der Wanderung wieder zu unserem Auto zurückkommen.Uns trennten dann entweder der Marsch zurück über den Track, also knapp 70 km oder alternativ knappe 400km Straße.
Es wäre auch grundsätzlich kein Problem gewesen einen Bus vor zu buchen, der war uns aber einfach viel zu teuer.
Also überlegten wir lange, wie wir wieder zurück zum Auto gelangen könnten.
Als wir dann am Mittwoch von Nelson zum Heaphy Track aufbrachen, war uns immer noch nicht klar, wie wir am Ende wieder zurück gelangen sollten, aber wir waren guter Dinge, dass wir für dieses Problem schon noch eine Lösung finden sollten.

Ein Problem was wir allerdings mal wieder nicht berechnet hatten war das Wetter.
Je weiter wir Richtung Nordwesten fuhren, umso schlechter wurde das Wetter. Am Anfang des Trecks regnete es dann so stark, dass selbst der Gang vom Fahrzeug zur Toilette reichlich Überlegung bedurfte und wir nach geschätzten 10 Sekunden Rennen im Regen bereits so nass waren, dass wir uns nicht sicher waren, ob unsere wirklich guten Regenjacken, diesem Regen auf Dauer stand halten konnten.
Die Wetteraussichten sahen leider auch nicht viel besser aus. Es sollte den gesamten Mittwoch und Donnerstag regnen und erst am Freitag wieder freundlicher werden.

Wir entschieden uns dazu, dass wir bei mindestens zwei Tagen Regenwetter keine Lust hatten zu wandern und es auch nicht so wirklich viel Sinn gemacht hätte, da eh alles in dicken Regenwolken von der vermutlichen wunderschönen Umgebung verschluckt worden wäre.

So fuhren wir zum nächst größeren Ort zurück in der Hoffnung Internet nutzen zu können, um die nächsten Tage zu planen und vielleicht das Geld für die schon bezahlten Campingplätze auf dem Track zurück zu bekommen.

In einer Touristeninformation trafen wir dann auf drei sehr hilfsbereite Mitarbeiter. Internet konnten sie uns wohl nicht anbieten, sie gaben uns jedoch eine Telefonnummer, die uns bei unserem Problem weiterhelfen sollte und versuchten selbst auch einmal dort jemanden an den Apparat zu bekommen.

Da dieser Versuch ohne Erfolg blieb, gaben sie uns den Tipp in der Bibliothek der Stadt das kostenlose Internet zu nutzen.

Dort versuchten wir dann wiederum mehrere Male die Hotline anzurufen, ein paar Mal sind wir sogar durchgekommen, wurden aber immer wieder vertröstet, dass wir uns später noch einmal melden sollten.
Später hatten wir dann natürlich kein Internet mehr, sodass uns unsere Weg zurück ins Infocenter führte und wir es dort dann endlich schafften unser gesamtes Geld zurück zu bekommen.

Wir entschieden uns auch noch zwei Nächte in diesem Dorf zu bleiben, um uns den Abel Tasman Nationalpark anzusehen.

Da gestern das Wetter jedoch auch nicht wirklich besser war, gab es nur eine kleine zweistündige Wanderung zu einem Strand, der im Sonnenschein bestimmt herrlich gewesen wäre, im Regen seine Schönheit jedoch nicht ganz präsentieren konnte.

Heute Morgen hatten wir dann keine Lust mehr auf Regen. Ohne wirklich zu wissen, wo unsere Reise heute endet fuhren wir aus Takaka los (das Wetter hatte sich nicht wirklich gebessert; naja, vielleicht regnete es nicht mehr ununterbrochen so stark…).

Nachdem wir einen Bergpass passiert hatten, sahen wir das gleiche Phänomen, was wir auch schon häufig in den heimischen Alpen beobachten konnten.
Wir waren im strahlenden Sonnenschein angekommen.


So entschieden wir uns den Tag an der frischen Lust bei einer kleinen Fahrradtour und einer Partie Minigolf zu verbringen.


Nun sitzen wir unter blauem Himmel im Garten unseres Hostels und genießen endlich einmal wieder die Sonne zu sehen und zu spüren.

One thought on “Regen”

  1. Und Gollum habt ihr auch schon gesehen! ?
    Ich wünsche euch für die nächstens Tage wieder mehr Sonnenschein und weiterhin schöne Momente und tolle Sehenswürdigkeiten! Wo plant ihr denn an Weihnachten zu sein? Macht euch eine schöne Advenzszeit und genießt die Natur in Neuseeland!

    Viele liebe Grüße von Sansibar, übrigens auch einen Halt auf einer Weltriese wert! ?

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