Oh, wie schön ist Panama

Wie die Zeit vergeht. Nun ist es schon wieder eine Woche her seitdem wir den Panamakanal passiert haben.

Wir stellten uns extra für 6 Uhr morgens den Wecker, um die Einfahrt in den Kanal nicht zu verpassen und es hat sich „gelohnt“. Wir bekamen mit, wie das Schiff an eine Lock angeschlossen wurde, die uns durch die Schleusen zog. Außerdem sahen wir natürlich auch, wie wir in die erste Schleuse gezogen wurden. Da wir nur leider Banausen sind fanden wir es nicht so interessant wie andere Passagiere des Schiffes. Es ist schon gigantisch, was die Technik von heute oder gestern alles leisten kann, aber insgesamt hätte uns auch nichts gefehlt, wenn wir es verschlafen hätten.

Einfahrt in den Panamakanal

Den restlichen Tag fuhren wir dann durch den Regenwald, was für uns schon wieder spannender war und der Tag endete mit einer Fahrt vorbei an der Skyline von Panama City. Das war cool. Wir glauben, diese Stadt wäre auch eine Reise wert.
Wie gewünscht kommen hier ein paar Bilder ;)

Einfahrt in den Panamakanal - Gezogen von der Lock

Danach folgte ein weiterer Seetag. Hier fing dann ein Landgangmarathon an.

Alex in Costa Rica auf der Suche nach der goldenen Kokosnuss

Am Samstag besuchten wir Puntarenas in Costa Rica. Leider gab es in diesem Städtchen nicht so richtig viel zu entdecken, aber wir können jetzt behaupten in Costa Rica gewesen zu sein. Außerdem durften wir beobachten, wie dort die Bäume gestutzt werden. Einer sitzt mit einer Säge auf einem Ast und sägt an diesem herum. Ein anderer steht auf dem Hausdach und hält eine Leine fest, an dem der Ast befestigt ist und ein dritter ist unten dafür zuständig, die abgeschnittenen Äste wegzutragen. Zum Glück fanden nicht nur wir diese artistischen Einlagen für gefährlich, sondern auch andere Touristen.

Baumfällarbeiten in Costa Rica

Am Sonntag in Nicaragua erging es uns ähnlich. Wir hatten in dem kleinen Dorf Corinto angelegt und Glück morgens noch die Siegerehrung eines Fahrradtournieres zu sehen. Das eigentliche Dorf bestand aus einem Marktplatz mit ein paar kleinen Souvenirständen und sonst gab es auch dort nicht viel zu entdecken.
Das Highlight dort war der schwarze Strand mit einer Vielzahl von Muscheln.

Eine Muschel am Strand von Nicaragua

Außerdem fühlten wir uns dort sehr sicher. Es steht nicht nur an jeder Ecke!!! Ein Polizist… Wir bekamen auch auf dem Weg vom Strand zurück zum Schiff (ca. 20 min.) einen privaten Geleitschutz. Die ganze Zeit rollte ein Streifenwagen ca. 15 m hinter uns her.

Am Montag ging es nach Puerto Quetzal in Guatemala. Dort fanden wir noch zwei andere Pärchen, die eine Tour nach Antigua buchen wollten. So sind wir zu sechst auf eine abenteuerliche Fahrt nach Antigua gegangen. Die Straßenverhältnisse waren nicht der Grund, warum die Fahrt so abenteuerlich wurde. Ich hatte allerdings auch keinen Mut unseren Fahrer zwischendurch zu fragen, ob er denn überhaupt eine Fahrerlaubnis besitze.

Der Torboden in Antigau

Allerdings ist es in diesen Ländern wohl auch üblich sich seine Fahrerlaubnis einfach im Supermarkt zu kaufen…
Antigua ist eine schöne, historische Stadt und unser Tourguide hat sich viel Mühe gegeben uns alle Highlights der Stadt zu zeigen.
Dieser Ausflug war ein Erlebnis und hat sich wirklich gelohnt.

Kleine Märkte in Antigua

Da in Guatemala die Tour auf eigene Faust so gut funktioniert hat, wollten wir das am Dienstag in Puerto Chiapas (Mexiko) erneut versuchen.
Wir fanden nach Verlassen des Schiffes auch noch neun weitere Mitstreiter die ebenfalls auf eine überteuerte Tour vom Schiff verzichteten wollten und eine günstige Alternative suchten.
Wir hatten Glück, denn außerhalb des Hafens fuhr gerade ein normales Großraumtaxi an uns vorbei und nahm uns für einen Spottpreis mit.

Unser Großraumtaxi in Mexiko

So sahen wir die Highlights von Tapachula, wurden zu den alten Mayaruinen Izapa gebracht und konnten uns anschließend auf einem Markt noch anschauen, wie aus Kakaobohnen Schokolande und Trinkkakao entsteht. Natürlich konnte man alles einmal testen :D
Vor allem die Mayaruinen waren unglaublich spanenden, auch wenn sie etwas kleiner und weniger gut erhalten waren, als erhofft.

Wir bei den Izapa Ruinen

Gestern ging es dann an einen Strand vom Mexiko. Wir legten in Huatulco an und hatten dort ein paar Stunden Zeit die Gegend zu erkunden und das Meer zu genießen. Auch hier gab es wieder eine kleine Kirche, die nett anzuschauen war und danach nutzen wir die Zeit um ein bisschen im Pazifik zu baden.

Heute ist nun endlich mal wieder ein Seetag. Somit haben wir Zeit uns um unsere Dreckwäsche zu kümmern, mal wieder einen Bericht zu schreiben, auszuschlafen und die Vorzüge des Schiffes zu genießen.

Mittlerweile sind wir gefühlt auch ziemlich bekannt auf diesem Schiff.

Gestern hatten wir gefrotzelt, dass wir ein Schild an unserem Essenstisch aufstellen sollten mit der Aufschrift „Meeting Table“.

Immer wenn wir uns gerade mit jemanden fertig unterhalten hatten und die Person von unserem Tisch aufgestanden ist, kam bereits eine andere Person an, die sich mit uns unterhalten wollte.

Mehrere ältere Damen hier haben außerdem einen Narren an mir gefressen. Immer wenn Alex und ich an Deck Karten oder Tischtennis spielen, fiebern sie mit mir mit und fragen, ob ich gewinne.

Es hat sich anscheinend auch  herum gesprochen, dass wir auf einer Weltreise sind.

Gestern  kam eine Frau zu uns, mit der wir uns eigentlich noch nie so richtig unterhalten haben. Sie grüßt immer nett und fiebert beim Tischtennis mit, aber sonst hatten wir noch nicht viele Berührungspunkte mit ihr. Jedenfalls hat sie uns gestern angeboten, dass wir, wenn wir Zeit haben, sie und ihren Mann gerne auf Vancouver Island besuchen kommen könnten. Sie hätten auch ein Boot, womit sie uns die Islands zeigen könnten und um zu demonstrieren, dass sie die Einladung wirklich ernst meinte, gab sie uns heute ihre komplette Adresse mit E-Mail und Telefonnummer.

Unsere Zeit an Bord verbringen wir im Moment eh überwiegend mit zwei älteren Brüdern die von Deutschland nach Vancouver ausgewandert sind. Wir kamen im Wirlpool mit ihnen ins Gespräch und jetzt treffen wir uns täglich zum Tischtennis spielen und abends zum Essengehen. Da uns gesagt wurde, dass Alex für das richtige Restaurant hier an Bord ein Hemd anziehen müsse, hatten wir uns nie so recht dorthin getraut. Karl, einer der Brüder, bot Alex dann an, dass er ein Hawaii-Hemd von ihm haben könne, damit wir auch einmal im Restaurant essen gehen können. Seit diesem Zeitpunkt werden wir jeden Tag aufs Neue von den beiden zum Essen „eingeladen“. Zwei wirklich sehr nette und interessante Menschen, die viel aus ihrem Leben zu berichten haben.

Es scheint jedoch auch, also ob hier viele Menschen ein großes Mitteilungsbedürfnis haben. Alex wurde gestern zum Beispiel von einem älteren Mann angesprochen (mit dem wir noch nie gesprochen haben), dass er beim Ausflug auf eine Kaffeeplantasche gelernt hätte, dass Kaffee und Kakao verschiedene Bohnen seien… Unglaublich, und auch dieser Mensch wird in seinem Leben so viel Geld verdient haben, dass er sich diese Kreuzfahrt leisten kann.

Morgen geht es dann zum letzten Hafen in Mexiko und danach hat die USA uns wieder.

3 thoughts on “Oh, wie schön ist Panama”

  1. Exoten, ihr! :-)

    Scheint sich gelohnt zu haben euer spontaner Zusatztrip!
    Cool, dass ihr noch so viel Ungeplantes seht!

    Weiterhin schöne Reise!

    :-*

  2. Das hört sich ja wirklich alles richtig toll an! Wünsche euch auch weiterhin so eine schöne Reise und noch viele nette Begegnungen. Liebe Grüße vom KK 15 ;-) Christiane

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