Noch mehr USA

Vor zwei Tagen haben wir uns dazu entschieden, dass wir unserem Namen „Fernwehjunkies“ alle Ehre machen möchten.
Uns war unsere zu Hause geplante Route für die USA zu kurz. Also entschieden wir uns, dass wir nach dem Zion und Bryce Nationalpark nicht südlich Richtung Page fahren, sondern noch einen „kurzen“ Abstecher zum Yellowstone Nationalpark und zum Mt. Rushmore machen möchten. Auf dem Weg möchten wir dann noch Salt Lake City und Denver besichtigen.
Wir verlängerten somit unsere Route mal eben um geschätzte 3400 km, aber in 11 Tagen sollte das bestimmt machbar sein ;-)

Jedoch immer der Reihe nach:

Wir verließen Las Vegas mit dem Gedanken zum Zion Nationalpark weiterzufahren. Ein paar Kilometer hinter Las Vegas fiel uns auf, dass der Hoover Dam (eines der sieben neuen Weltwunder) mehr oder weniger auf unserem Weg lag und auf jeden Fall besichtigt werden sollte.

So standen wir ca. eine Stunde später auf dem Hoover Dam. Ein enormes Bauwerk. Da wir vor ein paar Monaten den Itaipu Damm besichtigt hatten, konnte uns die Breite des Dammes und das aufgestaute Wasser nicht ganz so beeindrucken. Der Blick auf der anderen Seite des Dammes ins Tal, war jedoch gewaltig. Vom Damm aus, hatten wir das Gefühl schier endlos in die Tiefe zu starren.

Hoover Dam
Die beste Aussicht auf den Damm hatten wir von der Memorialbrücke.

Nach diesem kurzen Abstecher war es jedoch zu spät den Nationalpark noch an diesem Tag zu erreichen. Also fing die Suche nach einer Unterkunft außerhalb des Parks an. Durch ein Heftchen mit Hotelcoupons fanden wir ein Bett in der Nähe des Zion Nationalparks und hatten morgens sogar Frühstück inklusive.

Nach dem Frühstück fuhren wir die letzten zwei Stunden zum Zion Nationalpark und waren ziemlich erstaunt, dass hinter dem Nationalparkeingang, an dem wir eine Gebühr entrichten mussten, die Straße für Pkw gesperrt war.
Wer weiter in Richtung des Canyons wollte, musste in einen kostenlosen Shuttle Bus umsteigen. Da hier im Moment touristische Hochsaison ist, wurde uns gesagt, dass wir bis zu 45 Minuten auf einen freien Bus warten müssten (die Busse fahren im 5 min Takt).

Zion Nationalpark

Wir hatten Glück, da wir ein paar Meter bis zur nächsten Haltstelle gelaufen sind. Hier konnten wir direkt im nächsten Bus einen Platz ergattern.

Unser erstes Ziel war der Felsen „Angels Landing“.
Eine nette Wanderung, die direkt an dem Felsen entlang führte und spektakuläre Aussichten bot. Durch die Mittagssonne war der steile Aufstieg über einen asphaltierten Wanderweg alles andere als ein kleiner Spaziergang.
Kurz vor dem Gipfel wartete sogar ein kleiner Klettersteig auf uns. Der asphaltierte Weg endete und ein schmaler 800 m langer Grad begann. Schön exponiert und atemberaubende Tiefblicke, ganz nach unsrem Geschmack. Dort konnten wir die Hitze und die Anstrengung ein bisschen vergessen. Ein weiterer Vorteil dieses Teils des Weges war, dass die breite Masse an Menschen auf dem asphaltieren Weg blieb und auf die letzten 800 m verzichtete.

Aufstieg zum Angels Landing

Im Anschluss an die Wanderung besichtigten wir noch andere Teile des Parks, bevor es mit unserem Fahrzeug weiter in Richtung Bryce Canyon ging. Wir haben ja schließlich nun keine Zeit mehr zu vertrödeln ;-)

Also ging es heute früh, nachdem wir von der Hitze der Sonne in unserem Zelt geweckt wurden, in den Bryce Nationalpark. Auch hier gab es Shuttle Busse. Wir durften aber auch mit unserem eigenen Fahrzeug fahren.

Auf der Wanderung im Bryce NP

Den ersten Halt für eine kleine fünf Kilometer lange Wanderung machten wir am „Sunset Point“. Alleine durch die Aussicht dort wussten wir, dass wir uns richtig entschieden hatten, auch diesen Nationalpark zu besichtigen.
Wir blickten von oben auf unzählige Hoodoos aus rotem Stein.
Die Krönung der Wanderung war ins Tal abzusteigen und quer durch Felsformationen laufen zu dürfen.
Nach dieser Wanderung hatten die restlichen Aussichtspunkte im Park bei uns einen schweren Stand. Der Einzige, der uns noch überzeugen konnte, war der „Natural Bridge“ Aussichtspunkt. Leider durften wir die Brücke nur aus der Ferne bestaunen…

Die Natural Bridge

Nun sitzen wir schon wieder im Auto und sind auf dem Weg nach Salt Lake City.

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