Namaste Nepal

Es beginnt ein weiterer Traum in Erfüllung zu gehen.
Wir sind in Nepal angekommen und nun auch bereits zu Fuß unterwegs, auf dem Weg in dem Himalaya.

Aber nicht nur von mir geht ein Traum in Erfüllung. Schon als kleiner Junge hat mein Vater davon geträumt, einmal die Dächer der Welt zu sehen.
Nun geht auch sein langgehegter und eigentlich schon als Traum abgehackter Kinderwunsch in Erfüllung.

Und ich sehe meinen Vater wieder!!!

Der Flug nach Katmandu war dann auch alles andere als einfach.
Normalerweise haben wir ja viel Zeit und uns ist es eigentlich auch egal, ob wir nun zu den angegebenen Flugzeiten fliegen und ankommen, oder auch nicht. Aber hier wollten wir einmal pünktlich angekommen. Was dann nach Murphys Law dazu führte, dass wir in Johannesburg am Check-In Schalter standen und uns die Mitarbeiterin erklärte, dass sie für uns keinen gebuchten Flug für diesen Tag finden kann.
Nach einer Stunde des Hin- und Herlaufens unserer netten Check-In Dame hatten wir nun wie geplant einen Flug nach Abu Dhabi. Der Weiterflug nach Katmandu wäre aber nicht möglich von Johannesburg aus zu buchen und unser gebuchter Flug, wäre auch bereits überbucht. Unser Gepäck wurde aber vorsorglich schon einmal in den frühesten Flug von Abu Dhabi nach Katmandu eingecheckt, in der Hoffnung, dass wir dort auch einen Sitz bekommen.

Es hat dann am Ende auch alles funktioniert und wir hatten dadurch dann auch nicht so eine lange Wartezeit am Flughafen.

In Katmandu haben wir dadurch, dass unser Flieger ein bisschen schneller geflogen ist und der Flieger meines Vaters ein wenig länger gebraucht hatte, meinen Vater noch im Sicherheitsbereich getroffen.

Draußen vor dem Flughafen wartete dann auch Hari, unser Ansprechpartner in Nepal, auf uns, um uns abzuholen. Zur Begrüßung haben wir ein paar frische Blumenkränze geschenkt bekommen.

begruessung-mit-blumenkranz

Ab da an begann eine abenteuerliche Fahrt in die Innenstadt von Katmandu. Im Allgemeinen gilt hier das Linksfahrtgebot, aber eigentlich fährt jeder dort, wo er gerade einen freien Platz findet und das wichtigste: Hupen!!! Immer und überall!
Wir dachten ja schon, dass die Straßenverhältnisse in Südamerika abenteuerlich sind, aber so wie hier gefahren wird, würde ich mir nicht zu trauen, überhaupt unfallfrei von A nach B zu kommen.

Am nächsten Tag haben wir dann von Hari eine private Stadtführung bekommen.
Wir haben alle noch erhaltenen oder wieder aufgebauten Tempel der Stadt gesehen. Unteranderem besichtigten wir den alten Königspalast und eine schöne Stupa auf einem kleinen Hügel mit Blick über die Stadt.

stupa-in-katmandu

Wir waren aber auch froh, als wir am nächsten Tag zu unserer Trekkingtour aufbrachen. Endlich wieder Ruhe und frische Luft.
Zuerst mussten wir jedoch versuchen uns durch den Verkehr aus der Stadt heraus zu kämpfen. Wir haben für knapp 200 Kilometer fast sieben Stunden gebraucht.

Nach dieser Fahrt konnten wir uns dann entscheiden, ob wir drei Stunden zu unserer Unterkunft laufen, oder weiter mit einem öffentlichen Bus fahren wollen.
Wir haben uns nach vier Wochen im Bus sitzen in Afrika dafür entschieden, dass es schön wäre die Natur auch einmal wieder mit den Füßen zu erkunden.

wasserfall

Unsere erste Unterkunft war dann leider nicht ganz das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir wohnten in einem Wellblechverschlag mit eigenem Badezimmer, wo jedoch zwischen durch das Wasser ausfiel und dann zusätzlich noch der Strom.
Das Essen war jedoch sehr lecker.

Gestern war dann der erste richtige Wandertag.
Da wir uns im Vorfeld nicht so wirklich über Nepal informiert hatten (ich wollte halt einfach mal das höchste Gebirge der Welt sehen) war uns nicht so bewusst, dass wir unsere Wanderung im subtropischen Klima beginnen. Schon nach kürzester Zeit hatten wir das Gefühl im eigenen Schweiß geduscht zu haben und freuten uns bereits auf eine schöne, vielleicht sogar warme Dusche am Abend.

reisfelder

Unser Weg führte uns vorbei an Reisfeldern, kleinen Dörfern, spektakulären Hängebrücken und sensationellen Wasserfällen. In den heimischen Alpen wäre für jeden einzelnen Wasserfall ein gut ausgebauter Wanderweg angelegt worden, um die Touristen dort hin zu locken. Hier scheint es so, als ob es ganz normal wäre, solche Wasserfälle in seiner Umgebung zu haben.

haengebruecke

Die hohen Berge sind jedoch noch sehr schüchtern und versteckten sich bis jetzt gekonnt hinter Wolken. Die nächsten Tage sollte unsere Sicht auf die Berge jedoch besser werden, die Temperaturen dafür etwas niedriger…

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