It’s not a Holiday, it’s an Adventure

Windhoek fanden wir nicht wirklich sehenswert, deswegen waren wir nicht so enttäuscht, dass wir nun ein Stündchen Zeit hatten uns die Innenstadt anzusehen.

Beim Einchecken in unser Hotel wurde uns dann mitgeteilt, dass es überbucht war, also nicht genügend Platz für die gesamte Gruppe bot.

So machten wir uns auf den Weg ein anderes Hotel zu suchen. Dieses war auch rasch gefunden, mit dem erneuten Einchecken und dem Trubel in dem anderen Hotel vertrödelten wir allerdings ganz schön viel Zeit.

Nach einer sehr komfortablen Nacht in einem Bett, ging es am nächsten Tag mit ein paar neuen und vielen alten Gruppenmitgliedern weitern in Richtung Okavango Delta.

In einem Camp vor dem Delta hatten wir das Glück abends eine Tanzaufführung von Buschmännern mitzubekommen. Diese ging eine ganze Stunde lang, in der die Männer um das Feuer herum tanzten und die Frauen in immer anderen Rhythmen klatschten. Für uns hätte die Aufführung auch ein wenig kürzer sein dürfen, da wir schon nach zwei oder drei Tänzen das Gefühl hatten, dass wir nun alles gesehen haben. Jedoch war es einmal eine schöne Abwechslung.

bushman-tanzAm nächsten Abend wurde uns dann mitgeteilt, dass es irgendwelche Probleme in unserem Camp im Okavango Delta gibt und wir nun deswegen für die nächsten zwei Nächte in ein anderes Camp müssen.
Was ein Glück für uns war. Die Campingtour entwickelte sich dadurch zu einer Luxuscampingtour.
Unsere Zelte waren so groß, dass wir problemlos unsere Sachen dort unterbringen konnten, ohne Probleme aufrecht im Zelt stehen konnten (auch Alex) und wir sogar Feldbetten zum Schlafen hatten.

Hier hatten wir nun das erste Mal seit Tagen auch wieder das Gefühl im Urlaub zu sein.
Wir konnten morgens bis sieben Uhr ausschlafen und brauchten unsere Zelte nicht abbauen. Wir hatten viel Freizeit, um einfach einmal ein bisschen auszuspannen und die letzten Tage und die ganzen Erlebnisse zu verarbeiten.
Normalerweise schaffen wir es ganz gut unsere Erlebnisse im Schlaf zu verarbeiten. Durch unsere Malariaprophylaxe haben wir allerdings so verrückte Träume, dass wir im Anschluss, diese erst einmal wieder verarbeiten müssen ;-)

Wir hatten an unseren zwei Tagen im Delta natürlich nicht nur Freizeit.
Am ersten Abend haben wir eine Bootstour bis zum Sonnenuntergang gemacht, in der Hoffnung ein paar wilde Tiere zu sehen.
Leider hatten wir kein großes Glück. Außer zwei Krokodile, die es sich in einem Schatten unter den Bäumen gemütlich gemacht hatten, konnten wir keine Tiere erspähen.

Am nächsten Tag wartete dann noch eine „Kanu-Tour“ auf uns. Da wir diese den Vormittag über machten, waren wir am Nachmittag schon froh wieder zurück im Camp zu sein. Die Sonne in Afrika ist tatsächlich nicht ganz ohne.
Die Kanu Tour war für uns recht interessant, da wir beide unseren eigenen „Kapitän“ hatten, der sich viel Mühe mit uns gab. Er erklärte und zeigte uns viel und bastelte zwischendurch sogar noch eine Kette aus einer Seerose für mich, einen Hut aus einem Seerosenblatt für Alex und einen Sonnenschirm aus einem Farn für uns beide. Tiere haben wir auf dieser Fahrt aber leider auch nicht entdecken können.

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Vom Okavango Delta aus ging es dann weiter zum Chobe Nationalpark. Dieser liegt in Botswana und ist um ein vielfaches kleiner, als der Etosha Nationalpark. Trotzdem sind in diesem Park auch wieder vier der Big 5 vertreten. Diesmal hatten wir jedoch die Chance Büffel zu sehen, dafür keine Nashörner. Außerdem gibt es dort zusätzlich die Chance Nilpferde zu sehen, was uns im Okavango Delta leider vergönnt war.

Wir unternahmen tagsüber zuerst eine kleine Safaritour, auf der wir schon erahnen konnten, dass sich im Wasser des Chobe Flusses Nilpferde befanden und an den Ufern Büffelherden grasten.

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Am Abend war ein weiteres Mal eine kleine Bootstour angesagt, die bis zum Sonnenuntergang ging.

Vom Boot aus konnten wir dann die unzähligen Elefanten- und Büffelherden beim Grasen und Baden beobachten, die Nilpferde aus nächster Nähe bestaunen und wenn wir die Augen offen hielten auch Krokodile zwischen dem Gras beim Sonnen sehen.
Auch hier hatten wir wieder dieses Gefühl, dass alles irgendwie unwirklich ist und wir einen kleinen Bootsauslug in einem zu groß geratenen Zoo unternehmen.

bueffel-im-chobe-np
„So liebe Leute, auf der rechten Seite können sie nun unser Elefantengehege mit unseren unzähligen Elefanten bestaunen. Zu ihrer Linken sehen sie die Antilopen und Steinböcke. In einiger Entfernung können sie schon das Affen- und Büffelgehegen erahnen und in wenigen Minuten erreichen wir das Hippodrom.“
Unglaublich wie friedlich diese Masse an Tieren auf so „kleinem“ Raum mit einander leben können.
Um den gesamten Tag noch abzurunden, gab es ein weiteres Mal einen Sonnenuntergang wie aus einem Afrikareiseführer mit Werbebildern.
Einfach nur traumhaft.

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