Irgendwo zwischen Mond und Mars

Nach dem wir unsere Uyuni Tour beendet hatten, versuchten wir in San Pedro de Atacama Freunde wieder zu finden, die wir im Hostel in Uyuni kennen gelernt hatten, um mit ihnen im selben Hostel unterzukommen.
An der Grenze zu Chile trafen wir auch zwei von den dreien und kannten somit schon einmal den Namen des Hostels.

An der Unterkunft angekommen, fiel uns  auf, dass ein Zimmer für zwei Personen genau so viel kostet, wie die drei zusammen bezahlt haben.
Also suchten wir uns ein anderes Hostel und verabredeten uns für den Abend zum Essen.

Unser nächstes Ziel, nach dem Einchecken in unsere Unterkunft war, so heiß wie irgendwie möglich zu duschen. Wir waren immer noch so durchgefroren, dass wir ziemlich verschwenderisch mit dem kostbaren Wasser umgingen. Wir duschten so lange, bis wir annähernd das Gefühl hatten, wieder aufgewärmt zu sein.

Beim Abendessen erfuhren wir, dass sich zwei von unseren neuen Bekannten (Manu und Galina) für die nächsten zwei Tage einen Camper mieten wollte und am nächsten Tag damit ins Valle del la Luna fahren wollten und wir waren herzlich eingeladen, die beiden, bzw. drei zu begleiten.

Aber wie es in Südamerika nun einmal so ist, hat leider Manu das Essen nicht vertragen… somit änderten sie ihren Plan. Sie wollten sich diesen Tag noch auskurieren und erst am nächsten Tag mit dem Camper starten.
Da wir für den nächsten Tag bereits Flüge nach Santiago de Chile gebucht hatten, konnten wir die beiden doch nicht begleiten.

Bernhard, der dritte im Bunde, machte dann den Vorschlag, mit dem Fahrrad ins Valle del la Luna zu radeln, sich dort alles gemütlich anzuschauen und nach Sonnenuntergang zurück nach San Pedro de Atacama zurückzukehren.

Wir waren direkt Feuer und Flamme. Endlich keine geführte Tour mehr, sondern wieder selbst entscheiden können, wann wir wo sein wollen und wie lange wir bleiben möchten.

Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir los. Zunächst dachten wir noch, dass es kalt werden könnte, sodass wir unsere Winterjacken einpackten und nur zwei Liter zu trinken.

Fahrt ins Valle del la Luna

Im Valle del la Luna fiel uns dann schnell auf, dass wir in einer der trockensten Regionen der Welt waren und es durch die Sonne angenehm warm wurde.
Somit mussten wir am Ende ganz schön sparsam mit unserem Trinken umgehen.

Im Valle del la Luna wussten wir mal wieder nicht, was wir als erstes fotografieren sollten.
Irgendwie sah alles ein wenig ähnlich aus, aber die Landschaft an sich wirkte so unwirklich, dass alles schön und spannend war. Wir fühlten uns, als ob wir irgendwo zwischen dem Mond und dem Mars sein müssten.
Sanddünnen, rotes Gestein, unendlich scheinende Weiten, Salzkristallebenen und bizarre Steinformationen.

Tal des Mondes

Eigentlich ein herrlicher Ausflug, wenn es nicht auch Alex erwischt hätte. Wir wissen nicht, ob es die Anstrengung, das Essen oder doch noch die Höhe war, jedenfalls lief seine Darmaktivität auf Hochtouren, sodass er zumindest das Fahrradfahren leider nicht so richtig genießen konnte.

Sanddüne im Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen startete dann unsere letzte geführte Tour. Wir buchten mit Bernhard zusammen eine Lagunen Tour in den Ausläufern der Atacamawüste.

Durch unsere Uyuni Tour kamen uns die Farben und Lagunen alle irgendwie bekannt vor. Trotzdem war es noch einmal schön diese Farben in der Natur sehen zu können.

An einer Lagune gab es rotes Gestein, was uns tatsächlich an den Mars erinnerte.

Lagune bei den roten Felsen

Abends wurden wir dann von einem Shuttleservice zum Flughafen nach Calama gefahren und da wir noch zirka einen halben Liter Wasser dabei hatten, wollte wir diesen vor dem Sicherheitscheck austrinken.

Dort angekommen, stellten wir jedoch fest, dass nur Waffen und entzündliche Stoffe auf dem Inlandsflug verboten waren, eine angefangene Wasserflasche für die Sicherheitsbeamten allerdings kein Problem darstellten.
So konnten wir also einfach unsere Flasche mit in den Sicherheitsbereich nehmen und hatten direkt noch etwas zu trinken für Santiago übrig.

Die Stadt gefiel vor allem Alex gut, da wir nun endlich wieder das Gefühl hatten, einen westlichen Standard zu haben. Wir hätten hier sogar angeblich das Leitungswasser trinken können. Getraut haben wir uns allerdings nicht.

Insgesamt haben wir es dort recht ruhig angehen lassen. Wir haben morgens lange geschlafen und uns danach dann ganz gemütlich die Stadt angeschaut.

Besonders gut hat uns der kleinere der beiden Hügel in Santiago gefallen. Von dort hatten wir einen schönen Überblick über die Stadt und waren trotzdem gefühlt in einer grünen Oase, ohne viel Smog.

Santiago von oben

Das interessanteste sahen wir am Abend als wir durch einen kleinen Park zu unserem Hostel zurück schlenderten.
Es standen unzählige Menschen auf einem ziemlich begrenzten Raum und hatten alle ihr Smartphone in der Hand.
Es kamen uns immer wieder Leute entgegen, ganz verschiedenen Alters mit dem Blick auf ihr Smartphone gerichtet.
Wir ahnten schon, dass diese Personen ein neues Spiel auf ihren Handys spielten, als wir dann jedoch die Verkäufer sahen, die Poke Pancakes verkauften und wir eine ältere Dame, die gerade ihren Blick vom Display abwendete, fragten, was denn hier los sei, war uns klar, dass sich die Leute dort versammelten, um Pokemon zu spielen. Unglaublich, aber immerhin kommen sie so an die frische Luft ;-)

Pokemonhype in Santiago de Chile

Auch wenn uns die Stadt ganz gut gefallen hat, sind nun froh in Richtung Rio de Janeiro zu fliegen.

2 thoughts on “Irgendwo zwischen Mond und Mars”

  1. We have been following your travels and are amazed at the way you see so much of the country’s you visit.
    We have just arrived back from a 7 day cruise on Jen-E-Leigh to Victoria.
    Terry and Michel from Toronto and have moved into their house..
    We often think of the trips to the river with the boys and are happy you managed to spend time with us on the Island.
    Take care and stay safe
    Best wishes from Stan and Carol

  2. So schade, dass unser gemeinsamer Ausflug leider nicht geklappt hat!! Aber wie gesagt, wir hoffen, dass ihr die Schweiz noch auf die Liste eurer Weltreise aufnehmt ;) freuen uns schon auf weitere Berichte von eurem Abenteuer. Liebe Grüsse aus Trujillo (Peru), Manu & Galina

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