Im Norden vom Norden

Gestern sind wir von Kerikeri weiter nördlich gefahren.
Auf dem Weg hielten wir an verschiedenen Stränden und einem kleinen Aussichtsberg an.
Zusätzlich wurde uns von einer Touristeninfo eine Eisdiele empfohlen, die wir unbedingt ausprobieren mussten.
So gab es zum Mittagessen ein Eis am Strand, was bei mir natürlich mal wieder mit einem Sonnenbrand belohnt wurde.
Der kleine Aussichtsberg wurde uns als kleine Wanderung, 10-20 Minuten ein Weg, versprochen. Als wir den Weg sahen, waren wir uns dann nicht sicher, ob wir falsch waren oder die Zeitangabe so gar nicht stimmte. Wir brauchten für die paar Hundertmeter keine fünf Minuten bis zum „Gipfel“. Die Aussicht war trotz der sehr kurzen Wanderung, mehr als sehenswert.
Zusätzlich gab es dort oben einen kleinen Obelisken, an dem uns ein Franzose zeigte, dass man von dort oben aus noch bessere Fotos schießen konnte.
Wir haben das Ganze dann ein wenig umgedreht und uns einfach fotografiert, wie wir dort oben auf der Statue standen.

Die Strände waren auch nett anzusehen. Unser Eis aßen wir am „Cable Bay“, der durch seinen pinken Sand bekannt ist. Im Anschluss waren wir auf der Suche nach dem „White Sand Beach“, da hier schöner weißer, feiner Sand sein sollte. Nach ein paar Umwegen fanden wir ihn auch.
Schön war, dass auch viele andere Menschen diesen Strand anscheinend nicht fanden. Er war nämlich zu unserer Überraschung nicht überfüllt. Und der Sand war wirklich toll.

Heute machten wir uns auf noch einmal mit einer geführten Tour den nördlichsten Zipfel von Neuseeland zu erkunden.
Unser erstes Ziel war der „90 Miles Beach“. Diesen sind wir dann mit unserem Truck auch entlang gefahren. Insgesamt 72 km. Schon verrückt, plötzlich mit einem Bus/Truck über einen Sandstrand zu fahren.
Der 90 Miles Beach hat, wie wir heute lernten, auch keine 90 Meilen, sondern „nur“ 90 Kilometer. Beeindruckt hat es uns trotzdem.

Den zweiten Stopp machten wir an Sanddünen, die hier für das Sandboarden bekannt sind. Also schnappten wir uns unsere Boards, die in unserem Truck waren und kletterten die Dünen hinauf.
Das erste Mal brauchte es schon Überwindung sich auf dem Board die Dünen hinunter zu stürzen. Danach war es einfach nur noch lustig. Ein bisschen wie Schlittenfahren…
Als unser Guide uns nach den ersten vier Mal hinunter sausen mitteilten, dass wir nun weiterfahren müssten, waren wir ein bisschen enttäuscht. Wir hätten das den ganzen Tag weiter machen können, wenn denn das Bergauflaufen im Sand nicht so anstrengend gewesen wäre ;-)

Nach einem kleinen Mittagsessen fuhren wir weiter nach Cape Reinga, nicht ganz der nördlichste Punkt der Nordinsel, aber der berühmtere. Dort gibt es einen kleinen Leuchtturm. Der eigentlich nördlichste Punkt ist aber noch einmal 17 km weiter nördlich. Besichtigen konnten wir diesen leider nicht.

Danach hatten wir ein bisschen das Gefühl, als ob wir auf einer Kaffeefahrt wären. Wir hielten an mehreren Ständen und hatten die Möglichkeit frisches Obst und Gemüse oder Handarbeiten aus Holz zu kaufen. Auf dem Weg zurück gab es auch nicht wirklich viel zu sehen.

Insgesamt hat sich die Tour aber total gelohnt.

Ab morgen geht es dann auch schon wieder in Richtung Süden.

Schreibe einen Kommentar

*