Great Ocean Road

Von Melbourne ging es für uns zur Great Ocean Road.
Eine Küstenstraße, die für ihre Schönheit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Diese durfte natürlich nicht auf unserer Liste der gesehenen Dinge fehlen.
Wir informierten uns vorher an einer Touristeninformation, wo die Hauptattraktionen auf dieser Route liegen und ob es irgendwelche Geheimtipps gibt. Wo wir mal wieder nicht mit gerechnet hatten war, dass auch hier im Moment Hochsaison ist und deswegen alle Campingplätze auf dieser Route zurzeit ausgebucht waren.
So mussten wir die 400 km lange Küstenstraße mit ihren Sehenswürdigkeiten und noch ein paar Kilometer mehr für den nächsten Campingplatz einplanen. Da traf es sich ganz gut, dass wir in Melbourne unseren Campingplatz schon um 8 Uhr morgens verlassen haben mussten.
So stand uns allerdings immer noch ein langer Tag bevor. Stressen ließen wir uns jedoch nicht. Wir nahmen uns trotzdem die Zeit die wir brauchten, um alles zu sehen, was wir sehen wollten.

Den ersten Stopp legten wir kurz hinter Gernze, nach dem wir die Great Ocean Road offiziell erreicht hatten, ein. Es gab hier eine Schokolandenfactory, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten.
Hier gab es wieder allerlei Köstlichkeiten und ein paar Schokodrops zum Probieren, es gab jedoch auch dort selbsthergestelltes Eis. Sie warben damit, dass sie im Februar in einer Woche 122 verschiedene Eissorten herstellen. Wir haben wohl noch nicht Februar, aber probieren mussten wir das Eis trotzdem, auch wenn unsere Wahl dann nicht auf ganz so exotische Sorten viel. Alex probierte Schokobrownie und ich bestellte mir Nutella. Danach waren wir erst einmal gesättigt und gestärkt für die weitere Fahrt.

Dann fuhren wir entlang der Küste, vorbei an Stränden und Steilküsten.
Den zweiten Stopp legten wir bei den Erskine Falls ein. Nette Wasserfälle mit einem kleinen Spaziergang, um das Eis ein wenig besser zu verdauen. Im Anschluss fuhren wir noch zum Teddys Lookout. Ein schöner Aussichtspunkt mit Blick über die Umgebung und die Küstenregion.


Von dort machten wir uns auf den Weg zum „Kafe Koala“. Wir bekamen von Kathrin (aus Melbourne) den Tipp, dass es dort an dem Cafe viele Eukalyptusbäume geben soll, wo sich auch gerne Koalas verstecken sollen.
Nicht ganz aus dem Dorf herausgefahren mussten wir allerdings einen unfreiwilligen Stopp einlegen. Wir standen in einem Stau. Schnell ließen sich die Übeltäter dafür ausmachen. Es war eine Alkoholkontrollstelle der örtlichen Polizei. Ich saß am Steuer als uns der Polizist fragte, ob wir einen Atemalkoholtest kennen. Nachdem wir ihm beide breit grinsend sagte, dass wir das Prozedere kennen, durfte ich nach einem kritischen Blick des Beamten auf uns und in unser Fahrzeug kurz Pusten und ohne Beanstandung weiterfahren.
Als wir später am „Kafe Koala“ eintrafen, sahen wir bereits einige Menschen um einen Baum herum versammelt stehen und in die Höhe schauen. Unsere Hoffnung stieg, dass wir nun nach den Pinguinen auch Koalas sehen sollten.
Unsere Schweizer Mädels berichteten uns, dass es teilweise sehr schwierig sei, die Koalas zu entdecken, da sie hoch oben in den Bäumen sitzen und teilweise nur der Hintern von unten zu erspähen sei.


Wir hatten hier aber dann doch enormes Glück. Ein kleiner Koala saß so weit unten im Baum, dass wir ihn fast hätten streicheln können. Sehr putzige Tierchen. Nach dem Erste erblickten wir dann auch noch weitere Koalas. Manche hoch oben in den Baumkronen, manche noch auf halben Wege nach oben und einen Blätter mampfend auf einem gut sichtbaren Ast sitzen.
Dieser Stopp hatte sich definitiv gelohnt.

Von dort ging es auch schon zur vermutlich bekanntesten Attraktion auf dieser Route. Wir fuhren zu den zwölf Aposteln.


Es wurde uns mal gesagt, dass es insgesamt gar nicht zwölf wären, aber eigentlich auch egal. Wunderschöne Natur im Abendlicht.
Dort auf einer Infotafel sahen wir, dass es ganz in der Nähe noch „The Grotto“ geben sollte. Also fuhren wir von dort noch nicht zu unserem Campingplatz, sondern zuerst zur Grotte. Ein kleiner Spaziergang führte uns zu einem kleinen Steinbogen unter dem sich Meerwasser in einem kleinen Becken sammelte. Viel weniger überlaufen, als die zwölf Apostel, aber nicht weniger sehenswert.


Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Adelaide. Die letzte große Stadt vor dem Nichts. Von dort hätten wir über mehrere hunderte Kilometer zum Ayers Rock fahren können, oder knapp 2700 Kilometer nach Perth.
Da in ein paar Tagen schon unser Weiterflug von Perth ansteht, entschieden wir uns dazu, den Ayers Rock auszulassen und uns auf den Weg nach Perth zu machen.

Natürlich nicht, ohne die Stadt zuvor besichtigt zu haben.
Die Stadt war ganz nett anzusehen, aber auch hier hatten wir schnell das Gefühl alles gesehen zu haben. Insgesamt hat uns die Stadt aber gut gefallen.

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