Glück gehabt

Wir planten von Freitagabend bis Dienstag Zeit in Las Vegas zu verbringen.

Bei unserer Hotelsuche im Internet stellten wir fest, dass die Zimmerpreise am Wochenende um ein vielfaches teurer sind als in der Woche. So entschieden wir uns zwei Nächte in einem Vorort von Las Vegas zu bleiben.

Die Dimensionen in diesem Hotel waren schon gigantisch. Alleine die Eingangshalle unseres Hotels war vergleichbar mit der Eingangshalle des Duisburger Bahnhofs.

Am Sonntag ging es dann zum Las Vegas Strip.

Willkommen in Las Vegas Schild

Wir buchten ein Zimmer im Stratosphere Hotel. Dieses liegt am nördlichen Ende des Strips und besitzt den höchsten Aussichtsturm der USA (350 m).

Da wir erst ab 15 Uhr einchecken konnten, erkundeten wir zu nächst zu Fuß den Las Vegas Strip. Das hätten wir mal besser nicht gemacht. Die Ausmaße dieser Stadt sind so gewaltig, dass sie nicht gut ohne Fahrzeug zu erkunden sind. Also drehten wir nach ca. drei Stunden Wanderung um, checkten im Hotel ein, aßen etwas und fuhren danach mit dem Auto etwas näher an die bekannten Hotels.

Das Luxor Hotel

An unserer Hotelrezeption beim Einchecken wurden wir gefragt, ob wir ein Doppelbett oder zwei Einzelbetten haben wollten.
Wir antworteten, dass wir das Zimmer mit der besseren Aussicht nehmen würden. Der Hotelangestellte fand uns anscheinend dadurch so sympathisch, dass wir gleich zwei kostenlose Zimmeraufwertungen bekamen und somit in einem sehr komfortablen Zimmer im obersten Stockwerk landeten.

Leider, oder Gott sei Dank machte unsere Klimaanlage so laute Geräusche, dass in diesem Raum an Schlafen nicht zu denken war.
Der Haustechniker sagte uns, dass es nicht auf die Schnelle repariert werden könnte und wir deswegen ein neues Zimmer bekämen.
Ein paar Minuten später stand ein Page vor unserer Tür mit unseren neuen Zimmerkarten und einem Gepäckwagen. Da wir keine weiteren Umstände machen wollten, lehnten wir den Service dankend ab und trugen unsere Rucksäcke selbst in unser neues Zimmer. Der Page machte den Eindruck, als ob er die Welt nicht mehr verstünde.
Als wir die Tür unseres neuen Zimmers öffneten, wussten wir, warum es ungewöhnlich für den Pagen anscheinend ungewöhnlich war, dass wir unser Gepäck selbst transportieren wollten.

Wir befanden uns in einer Grand Suite, eines der teuersten Zimmer im gesamten Hotel. Nun hatten wir eine wirklich gute Aussicht auf Las Vegas, sogar aus unserer Badewanne ;-)

Das ist auch was, was wir nun mit Las Vegas verbinden. Eine Stadt, die aus Superlativen besteht, wo anscheinend nichts unmöglich ist und nichts viel Geld kosten muss.

Die Hotels auf dem Las Vegas Strip sind gigantisch.
Fast jedes Hotel hat sein eigenes „kleines“ Einkaufszentrum, welches gefühlt jeweils mindestens so groß ist, wie die Hertener Innenstadt und zusätzlich noch ein oder zwei Showrooms, in denen regelmäßig Aufführungen stattfinden.

Wasserspiele vorm Bellagio

Wir besichtigten natürlich auch den Eifelturm, die Sphinx mit Pyramide, Manhattan, Venedig und die großen Hotels wie das MGM Grand oder das Bellagio.

Am Ende haben wir noch eine Nacht in einem günstigen Zimmer in unserem Hotel drangehangen, da zwei ganze Tage für diese Stadt einfach zu wenig waren.
Wir besichtigten jeden Tag neue und spannende Sachen von morgens bis spät in die Nacht und dabei hatten wir nicht einmal viel Zeit im Casino verbracht oder Fahrgeschäfte getestet.

Am Montagabend besuchten wir eine Zaubershow von David Copperfield. Beeindruckend, was dieser Mann alles kann.

Im Bellagio testeten wir gestern auch einmal unser Glück beim Roulette. Wir fanden einen Tisch mit einem geringen Geldeinsatz, spielten eine Stunde lang mit unserem Geld und bekamen zusätzlich noch je einen kostenlosen Cocktail.

Zocken am Spielautomaten

Wir konnten jedoch auch viele kostenlose Attraktionen mitnehmen.

Vor dem Mirage Hotel bricht abends immer ein Vulkan aus, am Bellagio Hotel und im Cesars Plaza Hotel gibt es Wasserspiele zu bestaunen und da wir im Stratosphere Hotel übernachteten, konnten wir so oft wir wollten kostenlos auf den Tower fahren.

Das Excalibur Hotel

Wir beide können behaupten, dass wir uns ein bisschen in diese Stadt verliebt haben. Dort gibt es einfach so viel zu sehen und zu entdecken, dass einem so schnell nicht langweilig wird.

Wir haben nun schon ein paar Nordamerikanische Städte besichtigt (Montreal, Toronto, Vancouver, Calgary, New York, Washington DC, Orlando, Miami, Seattle, San Francisco, San Diego…) aber wir würden sagen, dass Las Vegas die Stadt ist, die wir auch ein zweites oder drittes Mal besichtigen würden, ohne dass uns dabei „langweilig“ werden würde.

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