Endlich Pingus

Wir planten von den Blue Mountains über die Küstenstraße nach Melbourne zu fahren und die Hauptstadt von Australien, Canberra, nicht zu besichtigen.
In einer Touristeninfo in den Blue Mountains trafen wir auf einen sehr engagierten Mitarbeiter, der uns viele Tipps für den nördlichen Teil der Küstenstraße gab und uns zusätzlich noch einen Hinweis gab, wo wir kostenlos mit unserem Camper übernachten können.

Also sahen wir uns einen kleinen Leuchtturm an, sahen dem Wasser bei Flut zu, wie es kleine Wasserfontainen in Blow Holes hochspritzte und besichtigten süße kleine Örtchen, um leckeres Eis und Pies zu finden. Wir ließen uns also insgesamt viel Zeit.
Als wir dann mit dem Programm, welches uns der Tourimitarbeiter empfohlen hatte, fertig waren, wagten wir einmal einen Blick auf die Karte, wie weit Melbourne noch von uns entfernt ist. Unser Plan war es, am nächsten Abend in Melbourne anzukommen. Die Karte verriet uns jedoch, dass wir noch knapp 900km vor uns hatten. In anderthalb Tagen eigentlich kein Problem, aber besichtigen konnten wir dann nicht mehr so viel. Wir hatten am Anfang einfach zu viel getrödelt.

So fuhren wir an dem ersten Tag noch 300 km südlich. Zum Glück gab es auch der Strecke wirklich keine großen Sehenswürdigkeiten, sodass wir für den zweiten Tag nur noch 600 km vor der Nase hatten. Auch hier besichtigten wir nicht viel, kamen aber gut in der Nähe von Melbourne an.

Gestern ging es dann direkt nach Melbourne hinein, mit einem kleinen Zwischenstopp an einem Strand mit bunten Umkleidehäuschen.


Ich wollte schon in Kapstadt solche Häuschen fotografieren, leider waren sie dort aber für uns ohne Auto zu schlecht zu erreichen. So besuchten wir hier nun die bunten Häuschen für ein paar Fotos. Danach mussten wir uns schon wieder beeilen. Wir wollten uns mit Katrin (sie haben wir in Puno, Peru kennengelernt) in der Stadt treffen. Da wir den Großstadtverkehr etwas unterschätzt hatten, ließ unsere deutsche Pünktlichkeit etwas zu wünschen übrig. Nachdem wir uns gefunden hatten bekamen wir von ihr eine ca. zwei stündige Stadtführung durch alle interessanten Gegenden der Stadt. Danach hatten wir noch ein wenig Zeit uns die Stadt alleine anzuschauen.

Als wir das Gefühl hatten die Stadt gesehen zu haben fuhren wir mit der Straßenbahn zu einem großen Platz, wo Public Viewing der Australien Open angeboten wurde. So konnten wir ein bisschen Roger Federer beim Tennis spielen zuschauen.


Im Anschluss ging es zum Queen Victoria Market. Dort gibt es normalerweise täglich einen großen Wochenmarkt. Mittwochs in der Sommerzeit wird dort zusätzlich ab fünf Uhr am Nachmittag ein Street Food Markt aufgebaut. Unglaublich groß, vielfältig und alles sah so lecker aus. Es gab unter den vielen Ständen die dort waren keinen Einzigen, der das gleiche Essen, wie ein anderer Stand anbot und es sah und roch alles so lecker, dass uns das Wasser in den Mündern zusammen lief. Wir hätten dort ein kleines Vermögen fürs Essen ausgeben können. Da wir jedoch bei Katrin zum Abendessen eingeladen waren, blieb es für uns beim Schauen und Riechen und Appetit für das Abendessen holen.

Wir bekamen von Katrin selbst gemachtes Pulled Pork und konnten es in Burritos rollen. Herrlich, da hatte sich das Warten auf das Abendessen mehr als gelohnt. Das Schwein wurde drei Stunden lang langsam im Ofen erhitzt, bis es irgendwann fast von selbst zerfiel, lecker.

Danach gab es noch ein ganz besonderes Highlight für Alex. Wir fuhren zu einem Steg am Meer und warteten auf kleine Pinguine, die sich ihren Weg aus dem Meer zu ihren Schlafplätzen suchten. Diesmal mit Erfolg.


Als wir dort ankamen saßen bereits zwei Pinguine in ihren Höhlen und es dauerte nicht lange, bis auch andere kleine gefiederte Vögelchen den Weg aus dem Wasser fanden. Wir standen dort knapp eine Stunde und schauten den Tieren bei ihrem Treiben zu. So lange, bis es so dunkel war, dass wir nichts mehr sehen konnten und uns durch den Wind dort ordentlich kalt geworden war.

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