Die letzten Tage an Bord

Oh, Victoria war sooo schön…
Es ist die „Landeshauptstadt“ von British Columbia in Kanada, aber wir hatten das Gefühl in einer Stadt des 18. Jahrhunderts gelandet zu sein. Alles ist ruhig, kein Fahrzeuglärm, kein Gehetzte auf den Straßen, schöne alte Gebäude mit kleinen irischen Pubs, wenige Hochhäuser und viel Platz für die Natur.

Parlamentgebäude in Victoria

Wir waren natürlich mal wieder zu Fuß unterwegs, dadurch sieht und erlebt man einfach mehr und lernte die Orte viel intensiver kennen.
Auf dem Weg vom Hafen zur Innenstadt sind wir zum Beispiel durch ein Wohnviertel gelaufen, was wir mit einem Shuttle Transport gar nicht gesehen hätten.
Da die Stadt nicht wirklich groß ist, reichte die Zeit völlig aus, um alles anzuschauen. Auf dem Rückweg von der Innenstadt zum Schiff sind wir zufällig an einer kleinen Bucht vorbei gekommen. Hätten wir mehrere Tage in Victoria gehabt, wäre dieser Ort definitiv unser Lieblingsort geworden… Direkt am Wasser, abseits der Straße mit direkten Blick in die Olympic Mountains.

Einsame Bucht in Victoria

Pünktlich zum Abendessen waren wir zurück an Bord des Schiffes, so dass wir die letzte Abendshow sehen konnten. Anschließen wurden wir von Karl und Peter (den beiden, von denen Alex sein Hawaii Hemd bekommen hat) auf ein Gläschen Sekt in deren Kabine eingeladen.
Dort erfuhren wir, dass sich unser Schiff in Vancouver sehr leeren wird und viele Menschen zum Party machen für eine Nacht aufs Schiff kommen werden.
Wir wollten es nicht so recht glauben, da die letzten drei Wochen von einer sehr entspannenden Ruhe und Gemütlichkeit geprägt waren. Ich hatte teilweise schon Angst, dass das Aufticken des Tischtennisballs diese Ruhe stören könne.

Gestern wurden wir dann eines besseren belehrt. Abends in der Bar war die Tanzfläche rappelvoll, der Altersdurchschnitt ist drastisch gesunken und das Niveau der Leute leider auch…
…warum sollte man sich denn auch nach einem Tischtennisball bücken den man verfehlt hat, wenn es dafür doch Erstens das Personal gibt und Zweitens doch genügend andere Bälle vorhanden sind…
Da waren uns die älteren Menschen doch lieber!

Vancouver konnten wir uns gestern dann noch für ein paar Stunden anschauen. Da wir jedoch nicht so richtig viel Zeit hatten, lohnte sich keine große Tour. So blieben wir in der Nähe des Schiffes, informierten uns, wie wir am Besten in ein paar Wochen von Vancouver nach Vancouver Island kommen und sahen uns das Olympische Feuer der Winterspiele 2010 an.

Olympisches Feuer in Vancouver

Im Anschluss mussten wir erneut durch eine US Amerikanische Sicherheitskontrolle. Dort bekamen wir dann unseren dritten Einreisestempel der Vereinigten Staaten ohne ein einziges Mal ausgereist zu sein.
…auch da trifft es wieder zu, Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten…

Den letzten Abend versuchten wir den Partymenschen  so gut es ging aus den Weg zu gehen (sie waren aber einfach überall) und flüchteten ins Bordkasino.
Zum Glück haben wir kein Geld verloren… vielleicht ist das die falsche Einstellung fürs Kasino, für eine Weltreise aber glaube ich eine sehr Gesunde ;-)

Nach dem Frühstück ging es dann heute Morgen hinunter vom Schiff und mit einem Shuttle zum Flughafen. Hier versuchen wir nun gerade die 13 Stunden Wartezeit hinter uns zu bringen, so dass wir gleich endlich nach Alaska fliegen können.

2 thoughts on “Die letzten Tage an Bord”

  1. das waren nicht die rockies die man von victoria sieht sondern die Olympic mountains in washington state 2400km spaeter bin gerade von unser reise nach a
    alberta zuruek hatte zeit gefunden eure website anzu sehen.

Schreibe einen Kommentar

*