Der Wilde Westen

Von Salt Lake City haben wir nicht viel gesehen.
Laut Tripadvisor gibt es jedoch auch nicht so viel Sehenswertes in dieser Stadt.

Also sind wir nach unserer Übernachtung zur Westküste des Großen Salzsees gefahren, um dort die große Salzwüste zu besichtigen.
Da wir uns nicht 100%tig informiert hatten, von wo wir am besten an bzw. in die Wüste kommen, war das Finden etwas schwierig. Letztendlich fanden wir einen Autobahnparkplatz von dem wir in die Wüste gelangen konnten.
Unglaublich, wie viel Salz dort liegt.

Große Salzwüste vo Salt Lake City

Die weitere Fahrt wurde dann etwas abenteuerlicher.
Wir entschlossen uns, durch die Natur zu fahren und landeten auf einer Schotterstraße. Das war nicht so das Problem, denn nach Alaska sind wir ja nun Schotterstraße gewöhnt. Allerdings meldete unser Auto nach den ersten 40 von 100 km, dass der Druck eines Rades nicht stimmt. Nachdem wir keinen platten Reifen gefunden hatten, schlugen wir im Handbuch nach, was dieses Zeichen noch bedeuten könnte. Dort stand dann die Warnung, dass wir nicht mehr weitergefahren sollten und dass unverzüglich eine Fachwerksatt aufgesucht werden sollte. Wir hatten Samstagnachmittag und waren irgendwo im Nirgendwo. Außerdem war weit und breit kein anderes Fahrzeug zu sehen…

Wir beschlossen langsam unseren Weg fortsetzen und alle 10 km einmal ums Auto zu laufen, um zu schauen, ob nun eines der Räder platt ist.
So erreichten wir den nächsten Highway ohne weitere Probleme und fuhren dort nach weiteren 50 km zum nächsten Reifenhändler. Er maß für uns den Luftdruck und kam zu dem Schluss, dass alle Reifen zu viel Druck besaßen. So wurde einfach ein bisschen Luft abgelassen. Da das Warnzeichen jedoch immer noch aufleuchtet, hoffen wir, dass wir nicht doch noch liegen bleiben und fahren erst einmal fröhlich weiter mit etwas mehr Licht im Display. Für eine Reparatur hätten wir eh keine Zeit ;-)

Unsere Reise ging an diesem Tag noch in Richtung Yellowstone Nationalpark und am nächsten Tag hinein. Eigentlich war unser Plan alle Sehenswürdigkeiten des Parks an einem Tag zu besichtigen und danach schon einmal weiter in Richtung Mt. Rushmore zu fahren.
Wir waren über die Weite des Parks dann doch ein bisschen überrascht.

Wir schafften natürlich nicht den ganzen Park und fuhren so gestern Morgen noch einmal hinein, um die letzten Attraktionen zu besichtigen.

Gysire im Yellowstone NP

Um alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen wären es viel zu viele.
Dieser Park ist einfach gigantisch.
Überall brodelt und blubbert es, die Seen und Berge sehen aus wie gemalt und die heißen Quellen und die Farben sind irgendwie unwirklich.
Dieser Nationalpark hat wirklich viel zu bieten.
Über Wälder, See und Flüsse zu Bergen, Steppen und heißen Quellen und Gysiren. Wir hätten an jeder zweiten Ecke des Parks anhalten können, um Fotos zu schießen, aber leider können wir die  Schönheit der Natur so auch nicht richtig festhalten.
Zusätzlich haben wir dort unsere ersten Bisons in freier Wildbahn und hautnah gesehen.
Diese Tiere stören sich nicht so richtig an dem Autoverkehr und grasen gerne in direkter Nähe zur Straße.

Lower Falls im Yellowstone NP

Im Anschluss an den Nationalpark ging es schon einmal ein bisschen in Richtung Mt. Rushmore. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch den Bundesstaat Wyoming.
Hier hatten wir das Gefühl, dass wir wirklich im Wilden Westen angekommen sind.
Wir fuhren an großen Rodeostadien vorbei und sahen Cowboys auf der Straße und im Walmart. Diese sahen wirklich so aus, wie wir sie aus den amerikanischen Filmen kennen. Sie liefen mit Cowboystiefel, Bluejeans, Karo Hemd, Cowboyhut und Revolver im Beinholster wie selbstverständlich über die Straße.

Zusätzlich hatten wir nochmal Glück…
Auf dem weiteren Weg fuhren wir durch den Bighorn Nationalforest. Über uns sahen wir schon von etwas weiter weg Rauchschwaden. Wir vermuteten, dass es dort brennen könnte. Als wir dann im Nationalforest in nahezu jeder Ausbuchtung Ranger- und Feuerwehfahrzeuge sahen, fühlten wir uns in unserer Annahme bestätigt. Beim Herausfahren war dann auch schon die Gegenrichtung gesperrt.

Heute besichtigten wir dann den Mt. Rushmore.

Mt. Rushmore
Von der Größe der Köpfe und der Leistung der Arbeiter sind wir sehr beeindruckt, da wir sie im Voraus jedoch schon auf etlichen Bildern gesehen haben, waren sie für uns nicht mehr so besonders. Sie sehen in Wahrheit wirklich so aus, wie wir sie von den Bildern kannten.

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