Big 5

Unser Afrikaaufenthalt neigt sich nun auch schon wieder dem Ende zu.
Die nächsten zwei Tage verbringen wir in Johannesburg und dann geht es auf nach Nepal, um dort mit meinem Vater eine Trekkingtour zu beginnen.

Doch zunächst berichte ich, was wir die letzten Tage erlebt haben.

Nach den Victoria Fällen sind wir zwei Tage lang, ohne wirklich etwas Aufregendes zu sehen, nach Johannesburg gefahren und am nächsten Tag direkt weiter zum Krüger Nationalpark.
Das letzte große Highlight in Afrika auf unserer Tour.

Am Abend führte uns ein letztes Mal eine Tanzgruppe ihre traditionellen Tänze vor.
Natürlich bin ich mal wieder nicht um ein Tänzchen herum gekommen.
Da die Tanzgruppe dann auch noch der Meinung war, dass ich das besonders gut gemacht hätte, wurde ich erneut nach vorne gebeten, um noch einen kleinen Tanz mit zu tanzen und mir einen kleinen Applaus abzuholen.
Zum Glück konnte mein Nachtisch nicht kalt werden ;-)

Am nächsten Morgen warteten dann um sechs Uhr zwei Rancher auf uns, um mit uns einen kleinen Spaziergang durch den Nationalpark zu unternehmen. Die Rancher waren selbstverständlich mit zwei Langwaffen und ziemlich großer Munition bewaffnet. Natürlich nur „Just in Case“. Immerhin bewegten wir uns nun im Gebiet der gefährlichsten Tiere Afrikas.
Der Marsch an sich war dadurch auch ein kleiner Adrenalinkick.
Wir waren immer hin und her gerissen, ob wir denn nun ein Tier aus der Nähe sehen wollten oder es doch besser und sicherer für alle wäre, wenn wir keinem Tier begegnen würden.

alex-bei-der-walking-safari
Nach knapp zwei Stunden betraten wir dann alle wieder das Lodge Gelände.
Auch wenn wir beide auf der Wanderung Spaß hatten und auch den Nervenkitzel genossen haben, im Nachhinein würden wir sagen, dass wir diesen Ausflug nicht gebraucht hätten.
Es ist eine reine Touristenveranstaltung und da die gut zahlenden Touristen ja geschützt werden müssen, laufen zwei erfahrene Rancher mit, die zur Not ein Tier erschießen können.
Unser Problem mit dieser Tour war, dass wir in den Schutzraum, den wir Menschen den Tieren gegeben haben, eindringen und wenn die Tiere uns dann angreifen, weil wir Touristen uns falsch in deren Gelände verhalten, werden die Tiere zum Schutz der Menschen erschossen.
Irgendwie finden wir, dass das die falsche Denkweise ist.
Wenn Menschen keine Ahnung vom Bergsteigen oder Tauchen oder irgendetwas anderem haben, dann wird ihnen ja auch geraten, dies sein zu lassen und nicht einfach viel Geld für eine Tour auszugeben.

nashorn-im-krueger
Nach dem Rundgang hatten wir ein wenig Freizeit und am Abend gab es eine Safari in einem 4×4 Geländewagen. Unser Führer bei dieser Tour war definitiv für uns das, was diese Tour ausgemacht hatte.
Diesem Mann haben wir abgenommen, dass er nicht nur seinen Beruf liebt, sondern für seinen Beruf lebt. Er hat alles als ein großes Ganzes gesehen und versucht uns Touristen ein bisschen dieses Gefühls zu vermitteln.

Er hat uns auch versucht zu erklären, dass wir keine Garantie haben im Krüger Nationalpark die Big five zu sehen und wenn dies unsere Intension war, dann sollten wir beim nächsten Mal besser einen Zoo besuchen.
Wir sollten viel eher die Gegend auf uns wirken lassen und versuchen uns an den Dingen zu erfreuen, die wir sehen und uns nicht ärgern, falls wir ein bestimmtes Tier nicht sehen sollten.

geko-im-krueger
Zum Ärgern hatten wir aber auch gar keinen Grund.
Am nächsten Morgen ging es wieder um sechs Uhr los auf eine ganztägige Safari und tatsächlich wurden wir mit viel mehr Tieren als den Big five belohnt. Wir haben zusätzlich noch Nilpferde, Geparden und afrikanische Wildhunde gesehen. Das war ein wirklich gelungener Abschluss unserer Afrikareise.

gepard

Schreibe einen Kommentar

*