Alles auf Anfang

Nach unserem ersten Tag auf den Fahrrädern waren wir uns beide einig, dass dieser Tag einen eigenen Eintrag verdient hatte.

Am Montag in Titusville ging es nach unserem Check-In im Hotel auf die gegenüberliegende Straßenseite zum Walmart, um uns dort Fahrräder zu besorgen.

Der Verkäufer in der Fahrradabteilung (Sammy) hat sich am Ende der zwei Tage vermutlich gewünscht, uns nie mehr sehen zu müssen.
Sammy erzählte uns, nachdem wir ihm erklärten, nach was wir suchen (das günstigste Fahrrad mit der besten Ausstattung ;-)), dass das Fahrrad aus dem Wochenangebot ausverkauft sei. Er könnte uns aber ein anderes Fahrrad empfehlen.

Sammy holte ein Mountainbike hervor, was für mich schon etwas zu klein schien und gar nicht so das war, was wir uns eigentlich vorstellten. Der Sattel war ziemlich unbequem, der Lenker zu niedrig und die Reifen zu breit.
Ein paar Fahrräder weiter hatten wir dann unsere Räder gefunden.
Gute Citybikes mit schmalen Reifen für einen annehmbaren Preis.
Da es jedoch Fahrräder mit der Rahmengröße 26 waren, baten wir Sammy Alex Lenker etwas höher zu stellen. Als das Problem behoben war, stellten wir fest, dass die Bremsen schliffen und danach bemerkten wir, dass Alex Fahrrad vorne und hinten eine Acht hatte. Die Reifen pumpten wir noch schnell mit einer Walmart Luftpumpe auf und da es die beiden letzten Räder dieser Sorte waren, nahmen wir sie.
Jetzt brauchten wir noch einen Anhänger für unsere Rucksäcke.
Dieser war relativ schnell gefunden. Wir nahmen einen Trailer für zwei Kinder und welcher laut Sammy an der Sattelstange befestigt werden könne.

Auf dem Weg zur Kasse bemerkten wir, dass laut Abbildung auf dem Karton der Anhänger am Hinterrad des Fahrrades befestigt wird.
Also schoben wir unsere Räder in die Fahrradabteilung zurück, suchten Sammy und baten ihn, den Trailer an Alex Fahrrad zu befestigen.
Schon etwas verwundert, warum wir das denn nicht alleine könnten, willigte er ein uns zu helfen.

Wir bezahlten unsere Räder und den Trailer und brachten diese anschließend durch den gesamten Laden zu Sammy ins Lager.

Eine halbe Stunde später waren unsere Fahrräder fertig.

Am Hotel bemerkten wir schließlich, dass wir vergessen hatten die Räder des Trailers aufzupumpen.
Naja… dann wird halt erst einmal ohne Luft im Reifen gefahren… Vielleicht kommt ja irgendwo noch eine Tankstelle, an der wir kostenlos Luft bekommen.

So packten wir am nächsten Morgen unsere zwei Rucksäcke und alles was wir sonst so angesammelt hatten in den Anhänger und fuhren los, die Ostküste Floridas zu erkunden.

Alles gepackt, es kann losgehen
Keine 10km später war die erste Tour dann auch schon wieder vorbei.
Der Trailer fiel von Alex Fahrrad ab. Das Schraubgewinde hatte sich glatt gerieben. Es bestand keine Chance mehr, den Trailer irgendwie an seinem Fahrrad zu befestigen.

Alex sitztvor dem abgefallen Trailer
Da wir eh kein Werkzeug bei uns hatten, schoben wir unsere Räder zum nächsten öffentlichen Gebäude und stießen dort auf einen unglaublich netten Menschen.
Nachdem er unsere missliche Lage erkannt hatte, lud er unsere Fahrräder und den Trailer auf seinen Pickup und fuhr uns (während seiner Arbeitszeit) zu unserem Walmart zurück, ging mit uns zum Info-Point und erklärte dem Mitarbeiter unsere Lage. Wir durften uns ohne weitere Probleme ein neues Fahrrad holen.
Das Problem war nur, dass es ja auch gestern schon nur zwei Fahrräder von dieser Sorte gab.

Da wir den netten Menschen nicht länger aufhalten wollten, holten wir unsere Räder von seinem Fahrzeug und, stellten sie am Info-Point unter. Während Alex auf die Suche nach einem vergleichbaren Rad ging, passte ich auf unser Gepäck auf.
Alex kam eine gefühlte Ewigkeit später mit einem etwas teureren Fahrrad wieder, da es laut Verkäuferin kein günstigeres Rad mehr gebe.
Ich erinnerte mich daran, dass Sammy mir am Vortag das kleine günstigere Mountainbike zeigte und zog los, dass Fahrrad zu suchen.
Da es noch vorhanden war, nahmen wir dieses. Wir ließen Sammy ausrufen, damit er den Trailer an meinem „alten“ Fahrrad befestigt, was nun zu Alex Fahrrad wurde und pumpten die Reife des Trailers auf.

Wir waren uns nicht sicher, ob das Abfallen des Anhängers zustande kam, weil er überladen war, aber weil wir es nicht erneut riskieren wollten, zog Alex nun den Anhänger mit seinem Rucksack und dem Sammelsurium und ich fuhr mit meinem Rucksack auf dem Rücken.

Am Walmart zurück mit neuem Fahrrad, Start Nr.2
Unser Etappenziel Cocoa Beach erreichten wir an diesem Tag nicht mehr, aber immerhin schafften wir noch 30 km und die Räder ließen sich ohne neue Probleme fahren.

Wie und wohin es dann weiterging und gehen wird, lest ihr aber erst im nächsten Bericht…

Auf dem Weg zur Ostküste

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